Wachwechsel bei der Polizei
„KK“-Chef setzt auf Teamwork

Steinfurt -

Sein Mitarbeiterstab an zwei Standorten umfasst elf Beamte, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Wachen und den Bezirksdiensten ist eng: Frank Overmann heißt der neue Leiter des im Gebäude an der Liedekerker Straße untergebrachten Kriminalkommissariats Steinfurt/Ochtrup.

Mittwoch, 26.07.2017, 16:07 Uhr

Wachwechsel an der Liedekerker Straße:  Frank Overmann (r.) hat Thomas Nikolic als Kommissariatsleiter abgelöst.
Wachwechsel an der Liedekerker Straße:  Frank Overmann (r.) hat Thomas Nikolic als Kommissariatsleiter abgelöst. Foto: rs

Sein Mitarbeiterstab an zwei Standorten umfasst elf Beamte, die Zusammenarbeit mit den örtlichen Wachen und den Bezirksdiensten ist eng: Frank Overmann heißt der neue Leiter des im Gebäude an der Liedekerker Straße untergebrachten Kriminalkommissariats 21. Die Dienststelle, die einen Nebenstandort auch im Dienstgebäude Ochtrup der Kreispolizei hat, ist zuständig für die Bearbeitung von regionalen Kriminalitätsfällen, die die Kommunen Steinfurt, Ochtrup, Horstmar, Laer, Wettringen und Metelen betreffen.

Der 49-jährige Kriminalhauptkommissar ist Nachfolger von Thomas Nikolic, der nach Rheine gewechselt ist und in der Emsstadt Aufgaben des zentralen Kriminalitätskommissariats, die das gesamte Kreisgebiet betreffen, übernimmt.

Fast vier Jahre lang hat der Borghorster an der Liedekerker Straße gearbeitet, ehe er zum 1. Juli seinen neuen Dienstsitz in der größten Stadt des Kreises angetreten hat. Sein Nachfolger, der, wie es der Zufall will, aus der Emsstadt stammt, hat diesen Heimatbezug zwar nicht. Allerdings sei er in seiner fast 30-jährigen beruflichen Tätigkeit als Polizeibeamter auch schon in Steinfurt eingesetzt worden, wie er beim Pressegespräch erklärte. Flott formuliert: Er fängt nicht bei Null an.

In der Führungsstelle der Direktion Kriminalität stand für Overmann zuletzt eher strategisches Arbeiten – und damit Schreibtischtätigkeit – im Vordergrund. Nun erwartet ihn wieder vermehrt die kriminalistische Praxis. Sachbeschädigungen, Körperverletzungen, Diebstähle, Straßenkriminalität, Hausfriedensbruch – der neue Leiter des „KK“, wie die Beamten im Fachjargon auch sagen, hat es mit einer großen Bandbreite an Fällen zu tun. Und das heißt eben nicht nur Agieren vom Schreibtisch aus. „Die Arbeit beinhaltet auch Ermittlungstätigkeit vor Ort“, sagt der zweifache Familienvater.

Im Fach ist Overmann ein „alter Hase“: In seiner Laufbahn ist er schon viel herumgekommen. Ein Umstand, den er durchaus als glücklich einschätzt und der dazu beigetragen hat, einen breiten fachlichen Horizont zu entwickeln.

Dem anfänglichen Dienst im Wach- und Wechseldienst nach der Ausbildung schloss sich ein Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Dortmund an. Bei der Kriminalpolizei war er danach in verschiedensten Funktionen tätig – unter anderem beim Landeskriminalamt in Düsseldorf und beim Staatsschutz.

Nun also die Leitung des örtlichen Kriminalkommissariats in Steinfurt. Welche Schwerpunkte er in seiner neuen Funktion setzen wird? Ein Fokus wird auf die Bekämpfung von Taschenkriminalität und Wohnungseinbrüchen liegen – dies seien auch Vorgaben, die auf Landesebene vorgegeben werden, erklärt der Hauptkommissar.

Da er seine neue Aufgabe erst zu Monatsanfang übernommen hat, ist der KK-Chef noch in der Kennenlernphase seiner neuen Mitarbeiter. Immerhin fünf von ihnen sitzen in der Nachbarstadt Ochtrup. „Ich möchte so oft wie möglich auch dort sein, um den direkten Kontakt zu den Kollegen zu pflegen“, betont er. Teamwork ist für ihn das Stichwort – bei der Polizeiarbeit geht ohne sie nichts mehr. Auch der Laie kann dies angesichts von rund 5000 Verfahren, die die Steinfurter Dienststelle jährlich zu bearbeiten hat, nachvollziehen.

Die Arbeit beinhaltet auch Ermittlungstätigkeit vor Ort.

Frank Overmann
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