Bettenhaus für das Marienhospital
Baubeginn verschoben?

Borghorst/Münster -

Der Terminplan für den Neubau des Bettenhauses am Borghorster Marienhospital scheint ins Wanken geraten zu sein. Während der damalige UKM-Chef Prof. Dr. Norbert Roeder bei einer Pressekonferenz im Januar noch das dritte Quartal 2017 für den ersten Spatenstich genannt hatte, wollte Pressesprecher Stephan Schonhoven auf Anfrage keine festen Termine nennen. Erst Ende August, wenn die entsprechenden Gremien getagt hätten, könne er mehr sagen. Derzeit, so Schonhoven, liefen immer noch die Vorplanungen für das 14-Millionen-Euro-Projekt. Erst danach könnten die konkreten Baupläne erstellt werden.

Freitag, 28.07.2017, 06:00 Uhr
Der Verwaltungstrakt des Marienhospitals soll für den Neubau des Bettenhauses abgerissen werden. Einen Termin konnte das Krankenhaus noch nicht nennen.
Der Verwaltungstrakt des Marienhospitals soll für den Neubau des Bettenhauses abgerissen werden. Einen Termin konnte das Krankenhaus noch nicht nennen. Foto: Axel Roll

„Wir sind im Augenblick dabei, den Ist-Zustand am Borghorster Krankenhaus zu ermitteln. Über welche räumlichen Voraussetzungen verfügen wir? Wie stellt sich die personelle Situation dar? Was ist baulich zu beachten?“, erläuterte der Pressesprecher. Erst danach könne mit den konkreten Planungen zum Neubau begonnen werden, so Schonhoven .

Prof. Dr. Norbert Roeder war im Januar vom Abschluss der Detailplanungen zur Jahresmitte ausgegangen. Im letzten Quartal sollte mit dem Bau begonnen werden. Das Universitätsklinikum möchte, so der Stand im Januar, einen 120-Bettenhaus bauen. Dazu soll in einem ersten Schritt der Verwaltungstrakt abgerissen werden. Nach der Fertigstellung des Neubaus wäre der Altbau dahinter abgetragen worden. Im Januar waren die Verantwortlichen noch von einer Bauzeit von eineinhalb Jahren ausgegangen. Um die Zeit bis zur Fertigstellung zu überbrücken und um Belegungsengpässe zu vermeiden, ist die Station S1 im Erdgeschoss reaktiviert worden. Sie soll, wie Schonhoven bestätigte, im September eröffnet werden.

An der Finanzierung des Bettenhauses beteiligt sich auch die Stadt Steinfurt. Eine Million Euro haben die Mitglieder des Rates dafür bewilligt. Der Bau des Hauses war Voraussetzung dafür, dass das münsterische Universitätsklinikum das Hospital in Borghorst übernimmt. Der Betrag muss nicht auf einen Schlag, sondern gesplittet über drei Jahre zur Verfügung gestellt werden. Für 2017 sollen 300 000 Euro fließen. Wie Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer auf Anfrage erläuterte, sind die Gelder zweckgebunden. „Das heißt, wir zahlen nur, wenn tatsächlich auch investiert wird.“ Sie möchte sich nach der Sommerpause bei einem Gespräch mit der Klinikleitung ein Bild vom Fortgang der Planungen machen.

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