Wassertor-Areal in Burgsteinfurt
Arning steht Gewehr bei Fuß

Burgsteinfurt -

Früher war das „Wassertor“ eine gut gehende Gaststätte mit Hotelbetrieb, heute ist es in den Augen vieler Burgsteinfurter nur noch ein Schandfleck. Das könnte sich nun ändern.

Dienstag, 15.08.2017, 16:08 Uhr

 
  Foto: Schwarthoff

Noch ist es das Gebäude an der Ecke Tecklenburger Straße/Wettringer Straße von einem Schmuckstück aber weit entfernt. Es zerfällt zusehends, wird vom Grün überwuchert. Gleiches gilt für das Areal einer ehemaligen Tankstelle, das sich östlich an der Tecklenburger Straße anschließt.

Die Stadt möchte ihr Scherflein dazu beitragen, dass sich die Situation in absehbarer Zeit ändert. Derzeit läuft ein Änderungsverfahren für den Bebauungsplan Nummer 6d „Windmühlenesch“. Der Geltungsbereich umfasst neben den genannten Arealen auch noch das ehemalige Evangelische Jugendhaus, das Martin-Luther-Haus (Haus der Bürger) sowie angrenzende Parkflächen. Der Stadt geht es darum, die Zukunft des Hauses der Bürger als Veranstaltungsort langfristig zu sichern und zugleich ruhiges Wohnen in direkter Nachbarschaft zu ermöglichen.

Laut städtebaulicher Entwurfsplanung sollen auf den Grundstücken des ehemaligen Hotels und der Tankstelle zwei dreigeschossige Neubauten entstehen, die neben Wohnungen auch Platz für eine Bäckerei-Filiale oder ein Café bieten sollen. Die Häuser sollen so angeordnet werden, dass sie einen Riegel gegen Emissionen bilden, die durch den Veranstaltungsbetrieb vor allem am Abend vom nahe gelegenen Haus der Bürger ausgehen. Es es planungsrechtlich vorgesehen, das Gesamtareal als Mischgebiet auszuweisen, betont Fachbereichsleiter Stefan Albers auf Anfrage. Im Rahmen des Änderungsverfahrens und der vom Baugesetzbuch vorgeschriebenen Bürgerbeteiligung liegen die Planunterlagen aktuell und noch bis 28. August (Montag) im Rathaus aus.

Die Schaffung neuen Baurechts und die städtebauliche Konzepterstellung sind jedoch nur ein Teil des Puzzles für eine dauerhafte Aufwertung des Wassertor-Areals. Entscheidender noch ist die Frage nach einem Investor. Der steht mit Marc Arning , Geschäftsführer der gleichnamigen Burgsteinfurter Bauunternehmung, zwar Gewehr bei Fuß. Ob und wann Arning mit der Neubebauung an markanter Stelle des Innenstadtrandbereichs loslegen kann, steht aufgrund unklarer Eigentumsverhältnisse aber in den Sternen.

„Wir wollen die Grundstücke schon seit zwei Jahren erwerben“, erklärte Arning auf Anfrage. Ungeklärte Eigentumsfragen verhinderten dies jedoch zurzeit. Der Bauunternehmer zeigte sich indes zuversichtlich, dass der Erwerb auf kurz oder lang gelingen könnte. „Sobald wir Eigentümer sind, werden wir tätig und den Hotel-Altbau abreißen“, kündigte er an.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5080006?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Nachrichten-Ticker