Tagesstätte „Don Bosco“:
Platz für 20 neue Kinder

Borghorst -

Daran gedacht haben sie schon vor knapp 13 Jahren. Damals wurde der Caritaskindergarten „Don Bosco“ am Standort Hangenkamp in Betrieb genommen. Nun wird aus dem Gedankenspiel Realität, die Einrichtung bekommt eine 210 Quadratmeter große Erweiterung. „Das ist sehr erfreulich“, sagt Gregor Wortmann, Geschäftsführer beim Kindergartenträger Caritasverband Steinfurt. „Dadurch sind wünschenswerte strukturelle Veränderungen möglich.“

Freitag, 25.08.2017, 10:08 Uhr

Bis vor kurzem fanden 36 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren mit und ohne Behinderung in der Einrichtung Platz. Die Inklusion und die Förderung von Kindern mit Behinderungen soll mit der Erweiterung weiter verbessert werden.

„Der Anbau fügt sich auch gut in das Gesamtbild ein“, meint Wortmann . Architektonisch würden sich Vorteile ergeben, weil durch den Bau „über Eck“ lange Flure vermieden werden und ein guter Zugang zum Außengelände gewährleistet wird. Die Bildung von Partnergruppen, die bislang für eine der drei Gruppen nicht möglich war, bietet zudem konzeptionelle Vorteile.

Der ursprüngliche Plan, die Erweiterung anstelle des Bolzplatzes im vorderen Teil zu setzen, wird nicht in die Tat umgesetzt. Stattdessen wird im hinteren, nordöstlichen Teil des Gebäudes angebaut. Wortmann: „Das ist nur ein geringer Eingriff in das Bestandsgrundstück.“ Die Außenanlage des insgesamt knapp 5000 Quadratmeter großen Geländes werde nur geringfügig überbaut. Bolzplatz und Amphitheater bleiben erhalten, Auswirkungen auf die Nachbarschaft hat die Erweiterung keine.

Da der Anbau bereits im ersten Bauabschnitt vorgesehen war, sind damals technische Vorrüstungen getroffen worden. Neben einem Gruppenraum entstehen zwei Neben-, zwei Ruheräume, ein Differenzierungsraum sowie sanitäre Anlagen. Die neuen Räumlichkeiten sollen 20 zusätzlichen Kindern Platz bieten. Der Anbau soll Anfang kommenden Jahres fertig werden, die 20 Kinder sind bereits seit dem 1. August im Kindergarten.

Im Februar war die Erweiterung im Sozialausschuss der Stadt vorgestellt worden. Nach dem positiven Votum beschloss der Kreisjugendhilfeausschuss die Erweiterung. Den Plänen zum Anbau vorausgegangen war eine Anfrage des Kreisjugendamtes.

Die neuen Räumlichkeiten lassen sich aber natürlich nicht in so kurzer Zeit bauen. Als Übergangslösung nutzt eine Gruppe des mittlerweile 56 Kinder beherbergenden Kindergartens Räume in der benachbarten Regenbogenschule . Ein größerer Raum und zwei kleinere stehen dort zur Verfügung. Wenn das Schuljahr 2017/2018 in sein zweites Halbjahr geht, will der Kindergarten das Provisorium verlassen. „Das ist natürlich vom Baufortschritt und der Witterung abhängig“, hofft Wortmann, dass die Baumaßnahme im Februar 2018 abgeschlossen ist. Gestartet wurde diese Woche.

Die Finanzierung der Baukosten in Höhe von 400 000 Euro übernimmt die Caritas . Die Refinanzierung soll in den Folgejahren im Rahmen der Kinderbildungsgesetz (KiBiz)-Regelungen erfolgen. Die Ausstattungskosten von circa 50 000 Euro werden von Fördermitteln des Bundes und des Landes sowie der Stadt getragen. Die Stadt übernimmt zudem den Trägeranteil an den Betriebskosten für die zusätzliche Gruppe.

Das ist nur ein geringer Eingriff in das Bestandsgrundstück.

Gregor Wortmann
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