Dr. Heinrich Kreft
Kampf für den Frieden

Borghorst/Münster -

Als Diplomat ist er aktuell in Luxemburg, den Kontakt in die Heimat hat er aber nie abreißen lassen. Als Dr. Heinrich Kreft sein Kommen zum Internationalen Friedenstreffen nach Münster zusagte, stand fest: Übernachtet wird beim Bruder in Borghorst.

Freitag, 01.09.2017, 18:09 Uhr

Dr. Heinrich Kreft,  deutscher Botschafter in Luxemburg und gebürtiger Steinfurter, kommt zum Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant‘Egidio.
Dr. Heinrich Kreft,  deutscher Botschafter in Luxemburg und gebürtiger Steinfurter, kommt zum Internationalen Friedenstreffen der Gemeinschaft Sant‘Egidio.

Die Einladung zum Internationalen Friedenstreffen nach Münster hat er sofort und gerne angenommen. Seit langem ist Dr. Heinrich Kreft der geistlichen Gemeinschaft Sant‘Egidio verbunden, deren Generalsekretär Cesare Zucconi ist ihm über die Jahre zum guten Freund geworden.

Ein Besuch in der Domstadt bietet dem deutschen Botschafter in Luxemburg aber auch die Gelegenheit, zu Hause vorbeizuschauen. Trotz vieler diplomatischer Verpflichtungen hat der gebürtige Steinfurter den Kontakt in die Heimat nie abreißen lassen. Wenn er vom 10. bis 12. September (Sonntag bis Dienstag) zum Treffen von Sant‘Egidio nach Münster und Osnabrück kommt, übernachtet Kreft deshalb auch nicht wie die anderen hochrangigen Teilnehmer aus Kirche, Politik und Gesellschaft im Hotel. Er zieht ins Gästezimmer bei Bruder und Familie in der Borghorster Bauerschaft Dumte.

Krefts erster Kontakt zur Gemeinschaft Sant‘Egidio war eher zufällig: „Ich war im Auswärtigen Amt zuständig für den interreligiösen und -kulturellen Dialog.“ Und da sich auch Sant‘Egidio um den Austausch der Religionen bemüht, baten Vertreter der geistlichen Bewegung ihn um Kooperationsmöglichkeiten und Partnerschaften. Inzwischen, sagt der Botschafter, unterstütze die Bundesrepublik verschiedene Projekte von Sant‘Egidio in Afrika.

2011 hat Kreft erstmals an einem Friedenstreffen der Laienbewegung teilgenommen. Auf München folgte Sarajevo: „Dort habe ich zum Thema Integration aus deutscher Perspektive gesprochen.“ 2013 flog er nach Italien. Das Treffen in Rom hat den 59-Jährigen besonders stark beeindruckt: „Da waren so viele Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten, die sich engagiert und eingebracht haben.“ Dass die Mitglieder ihren Glauben nicht hinter verschlossenen Türen leben, sondern rausgehen und dort helfen, wo sie gebraucht werden – für den Botschafter vorbildlich: „Ihre Form der Frömmigkeit führt zu einem aktiven Tun.“ Das gefällt ihm.

Genauso wie die politischen Anliegen von Sant‘Egidio. Sie sind auch seine: Die Bekämpfung der Armut und das Bemühen um Frieden weltweit treiben Kreft beruflich und privat an. Der Diplomat lobt das erfolgreiche Engagement der geistlichen Gemeinschaft. Bei den Friedensverhandlungen unter anderem in Mosambik, im Libanon und in Guatemala habe Sant‘Egidio eine wichtige Rolle gespielt.

Als sein Freund Cesare Zucconi ihn im vergangenen September in der Botschaft in Luxemburg besuchte und zum Friedenstreffen einlud, musste Heinrich Kreft nicht überlegen. Der Botschafter reichte direkt Urlaub ein – und „buchte“ das Gästezimmer im Elternhaus.

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