Insolvenz der Borghorster Frottierweberei
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Borghorst -

Bis Ende 2018 soll der Name verschwunden sein. Dann wird es endgültig keine Borghorster Frottierweberei geben. Im Insolvenzverfahren gibt es nun Neues: Rückwirkend zum 1. August wurde der Geschäftsbetrieb an die Südlohner Frottierweberei verkauft.

Samstag, 02.09.2017, 05:09 Uhr

Diie Borghorster Frottierweberei gibt es nicht mehr.
Diie Borghorster Frottierweberei gibt es nicht mehr. Foto: ar

Die Borghorster Frottierweberei gibt es nicht mehr. Rückwirkend zum 1. August wurde der Geschäftsbetrieb an die Südlohner Frottierweberei verkauft, deren Geschäftsführer wie bei der Borghorster Schwesterfirma Olaf Huge ist. Dadurch verlieren acht Vollzeitkräfte sowie mehrere Mitarbeiter auf 450-Euro-Basis ihre Arbeitsplätze.

„Es war wichtig, eine schnelle Lösung zu finden, damit die Kunden gehalten werden können“, ist Insolvenzverwalter Dirk Hofschulte froh über dieses Ergebnis. „So kann der Betrieb nahtlos weitergehen.“

Am 19. Mai war der Antrag auf die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt worden, am 1. August wurde es vom Amtsgericht Münster eröffnet. Die rückwirkende Übernahme durch das Südlohner Schwesterunternehmen bezieht sich bislang nur auf die Verwaltung und schließt die Übernahme aller Aufträge mit ein. Darüber hinaus wurden Teile des Gebäudes am Flaßkamp angemietet. Ob in einem zweiten Schritt auch das Lager und der Warenbestand samt zugehörigem Personal übernommen werden, soll bis Jahresende entschieden werden. „Unser Ziel ist es, in Borghorst zu bleiben“, sagt Geschäftsführer Olaf Huge. Allerdings hänge das vom Mitspielen der Bank ab – und die werde sich den Verlauf des Weihnachtsgeschäfts genau ansehen.

Der ebenfalls zum 1. August geschlossene Werksverkauf am Flaßkamp soll allerdings auf keinen Fall wieder geöffnet werden. Und auch der Name „Borghorster Frottierweberei“ soll bis Ende 2018 komplett aus allen Produkten verschwunden sein.

In der Summe sei die Übernahme das „vernünftigste Ergebnis“ gewesen, bei dem eine möglichst hohe Zahl von Mitarbeitern behalten oder in andere Firmen weitervermittelt werden konnte. „Mit dem Betriebsrat sind ein Interessenausgleich und ein Sozialplan abgesprochen worden“, sagt Hofschulte. Lieferanten und Großgläubiger würden diese Lösung mittragen.

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