163. Stiftungsfest des CVJM Burgsteinfurt
Keine Zeichen von Vergreisung

Burgsteinfurt -

„Gott hat mein Leben gerettet.“ Das sagt Daniel Böcking, stellvertretender Chefredakteur von „Bild.de“. Er war Gast des 163. Stiftungsfest des CVJM Burgsteinfurt und erzählte, wie wichtig der Glaube ihm ist.

Montag, 04.09.2017, 17:09 Uhr

Nur ein Teil der geehrten CVJM-Mitglieder konnte zur Kirche kommen.
Nur ein Teil der geehrten CVJM-Mitglieder konnte zur Kirche kommen. Foto: Rainer Nix

Keinerlei Anzeichen von Vergreisung bemerkt Pfarrer Wilfried Mahler beim CVJM Burgsteinfurt, obschon dieser am Sonntag bereits sein 163. Stiftungsfest feierte. Man müsse sich nur den Posaunenchor mit seinen zahlreichen jungen Musikern anhören, um zu sehen, dass der Verein voller Elan stecke. Der Posaunenchor und Kantorin Simone Schnaars an der Orgel begleiteten die Feier musikalisch.

In der Großen Evangelischen Kirche feierte Mahler gemeinsam mit Pfarrer Hans-Peter Marker einen Festgottesdienst, in dem er unter anderem zahlreiche langjährige CVJM-Mitglieder ehrte.

Beeindruckend war die Geschichte des auswärtigen Gastes, der nicht einfach eine Festrede hielt, sondern die gute Nachricht Jesu Christi vermittelte. „Gott hat mein Leben gerettet“, sagt Daniel Böcking , stellvertretender „Bild.de“-Chefredakteur aus Berlin. Viele Jahre spielte der Schöpfer in seinem Leben keine nennenswerte Rolle. Dies änderte sich in 2010, als Gott ihn das erste Mal „anstupste“.

In dem Jahr bebte in Haiti die Erde, Böcking begleitete als Journalist Hilfsorganisationen bei ihrem Einsatz. Er sah Tote in den Straßen liegen, erlebte das unvorstellbare Leid der vom Erdbeben Betroffenen. Er fühlte aber auch den allgegenwärtigen Glauben der Bevölkerung, sah wie Menschen, die alles verloren hatten, sich nachts zum Gottesdienst trafen.

Auch bei den schrecklichen Ereignissen der Love-Parade in Duisburg war er durch Zufall mit dabei. Ebenso beim Grubenunglück in Chile, bei dem 33 Bergleute verschüttet und gerettet wurden. Der Journalist verbrachte dort Zeit mit den Einheimischen im Gebet. „Es war für mich ein intensives Erleben“, sagt der stellvertretende Chefredakteur heute und erfuhr, wie unfassbar wichtig der Glaube sein kann. Er begann Fragen zu stellen, nachzuforschen und sah, dass man Gott und den Glauben nicht „totrecherchieren“ kann. Das alles verarbeitete er in seinem Bestseller „Ein bisschen Glauben gibt es nicht“.

Heute sagt Böcking: „Wann immer ich eine Gelegenheit habe mich zu Jesus Christus zu bekennen, nehme ich sie wahr.“ Er plädiert dafür, sich gegen Grausamkeiten, wie sie von dem IS verübt werden, zu wenden und versteht nicht, wie man einfach nur zuschauen kann. „Christus verändert und verbessert das Miteinander“, so der Journalist. Er möchte ein Vollzeit-Christ sein, denn: „Von Gott geführt zu werden ist großartig.“

Die Pfarrer Mahler und Marker ehrten die langjährigen CVJM-Mitglieder, die anwesend waren. Viele konnten aus gesundheitlichen Gründen nicht in die Kirche kommen oder waren im Urlaub.

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