Unternehmer Rudolf Arning unterstützt Bismarckschule
„Können froh und dankbar sein“

Burgsteinfurt -

Nicht für die Schule, sondern fürs Leben lernen wir. Die alte Weisheit der Lateiner klingt wohl noch fast jedem ehemaligen Schüler im Ohr. So war es auch bei Rudolf Arning. Der Düsseldorfer Bauunternehmer ging mit Kriegsunterbrechungen von 1938 bis 1946 auf die Bismarckschule. Seine damaligen Lehrer haben bei ihm so nachhaltigen Eindruck hinterlassen und ihn offenbar nicht nur durch ihre Wissensvermittlung so gefördert, dass der 85-Jährige seiner früheren Schule nun etwas zurückgeben möchte. Und das schon zum zweiten Mal.

Donnerstag, 12.10.2017, 19:10 Uhr

Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth Sambill (l.) war Rudolf Arning in dieser Woche in der Bismarckschule zu Gast. Darüber freuten sich die Schüler ebenso wie Schulleiterin Claudia Bock (r.).
Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Elisabeth Sambill (l.) war Rudolf Arning in dieser Woche in der Bismarckschule zu Gast. Darüber freuten sich die Schüler ebenso wie Schulleiterin Claudia Bock (r.).

„Am Montag war Herr Arning plötzlich in der Schule“, berichtet Claudia Bock . Zwar war der Schulleiterin bekannt, dass der Gönner sich nach seinem Besuch im Juni 2016, bei dem er der damals noch von Lothar Paral geführten Einrichtung 50 000 Euro spendete, für dieses Jahr erneut angesagt hatte. Den genauen Zeitpunkt indes hatte er offen gelassen.

Umso größer war jetzt die Freude, als Arning, wiederum begleitet von seiner Lebensgefährtin Elisabeth Sambill, auf der Matte stand. Und wiederum, wie bereits 2016 angekündigt, mit einer Spende im Gepäck, die abermals dieselbe Höhe hatte: 50 000 Euro. Im Gespräch mit dieser Zeitung brachte die Schulleiterin ihre große Freude darüber zum Ausdruck. „Man kann nur froh und dankbar über diese Großzügigkeit sein“, so Claudia Bock, die sich, ebenso wie der Wohltäter selbst, darüber im klaren ist, dass es ob der neuerlichen Spende sicher auch Neider geben wird. „Rudolf Arning möchte zeigen, dass ihm seine alte Schule am Herzen liegt und dass er ohne ihren damaligen Besuch im Leben nicht so weit gekommen wäre, wie er gekommen ist“, macht sie deutlich. Und in Zeiten knapper öffentlicher Kassen ist sein Handeln hoch willkommen.

Dass seine Erstspende vom vergangenen Jahr gut angelegt ist, davon konnte sich der 85-Jährige bei einem spontan organisierten Rundgang durch die Schule überzeugen. Kollegium und Schulleiterin zeigten ihm den renovierten Treppenaufgang und berichteten über das Trommelprojekt, das dank seiner Unterstützung initiiert worden war.

Zudem warf Arning einen Blick in den Werkraum, der derzeit im Schulkeller entsteht. Auf dem Schulhof erklärten ihm die Pädagogen die Schaukelanlage, die dank seiner Spende angeschafft werden soll. Da die Schule viele Kinder mit Migrationshintergrund hat, soll auch in diesem Bereich verstärkt investiert werden, um neue Unterrichtsmodelle zu entwickeln. Rund zwei Stunden dauerte der Überraschungsbesuch am Montag, dann verabschiedete sich der Gönner wieder. Nicht ohne zu versprechen, im Mai wiederzukommen. Wieder mit einer Spende im Gepäck?

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