Geringe Resonanz auf Einladung
Jugendgipfel mit schwacher Beteiligung

Steinfurt -

Was zählt mehr, Quantität oder Qualität? Lediglich vier junge Menschen waren am Samstag der Einladung zum 2. Jugendgipfel gefolgt. Die Teilnehmer waren jedoch hoch motiviert und haben im Evangelischen Gemeindezentrum in Borghorst mehrere Stunden die Situation Jugendlicher in Steinfurt besprochen.

Sonntag, 22.10.2017, 14:10 Uhr

Im kleinen Kreis wurde über die Situation von Kindern und Jugendlichen im Evangelischen Gemeindezentrum diskutiert. Auch Bürgermeisterin Bögel-Hoyer war gekommen.
Im kleinen Kreis wurde über die Situation von Kindern und Jugendlichen im Evangelischen Gemeindezentrum diskutiert. Auch Bürgermeisterin Bögel-Hoyer war gekommen. Foto: Rainer Nix

Was zählt mehr, Quantität oder Qualität? Lediglich vier junge Menschen waren am Samstag der Einladung zum 2. Jugendgipfel gefolgt. Die Teilnehmer waren jedoch hoch motiviert und haben im Evangelischen Gemeindezentrum in Borghorst mehrere Stunden die Situation Jugendlicher in Steinfurt besprochen. Drei der vier Besucher waren Mitglieder des „Steinfurter Jugendrates“, der vierte will sich jetzt auch in dieses Gremium einbringen.

Ja, es gebe in Steinfurt jugendgerechte Angebote, doch seien sie „deutlich verbesserungswürdig“, lautete einer der Ergebnisse an diesem Nachmittag. Was fehle, seien vor allem Treffpunkte für junge Menschen, an denen sie einfach mal chillen und abhängen können. Auch ein Mitstimmrecht ab zwölf Jahren wurde genannt ebenso wie der Wunsch, insgesamt mehr Unterstützung durch die Politik zu bekommen.

Zur Seite standen den Gipfelteilnehmern Stadtjugendpflegerin Ute Kriens , Sonja Mester vom Jugendamt des Kreises, Michael Horstmann vom Stadtjugendring sowie Klaus Priggen als Mentor. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und die erste Beigeordnete Maria Lindemann schauten rein, um sich ein Bild zu machen.

„Ein wichtiges Ziel ist, in Steinfurt eine Vertretung für Jugendliche zu etablieren, die auch politisch relevant ist und ernst genommen wird“, sagte Kriens. Das wäre ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur jugendgerechten Kommune. Für den Jugendrat soll weiterhin die Werbetrommel gerührt werden, so zum Beispiel auf dem Burgsteinfurter Nikolausmarkt.

Ganz so schlecht sieht es für die Steinfurter Jugend nicht aus, auch das wurde festgestellt. Trotz Optimierungspotenzials auf Seiten des Angebotes gibt es Schwimmbäder, OT-Heim und „Kiste“, die Musikschule, ein Kino und Sportmöglichkeiten. Bildungs- und Freizeitangebote sind vorhanden.

Auch an jugendliche Flüchtlinge dachten die Teilnehme des Treffens. Für Geflüchtete solle das Angebot aufgestockt werden.

Insgesamt entspann sich eine engagierte Diskussion. Bleibt die Frage, warum die Teilnehmerzahl nicht größer war. „Wir haben sogar auf die Anmeldung verzichtet, weil das eine zusätzliche Hemmschwelle darstellen könnte“, so Kriens. Eine Botschaft bleibt auf jeden Fall: Jugendliche haben in Steinfurt die Möglichkeit, sich zu äußern und langfristig eine ernsthafte Interessenvertretung aufzubauen.

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