Planfeststellungsbeschluss zur Westtangente in Sicht
Erster Spatenstich in 2019?

Burgsteinfurt -

Der Bau der umstrittenen Kreisstraße 76n rückt in greifbare Nähe. Der zuständige Fachdienstleiter für Stadtplanung im Rathaus, Stefan Albers, könnte sich vorstellen – „wenn alles glatt läuft“ –, dass in zwei Jahren der erste Spatenstich gemacht werden kann. Zur Erinnerung: Die Westtangente soll insbesondere zur besseren Anbindung der Fachhochschule gebaut werden und vom Kreisverkehr an der Dieselstraße an der Innenstadt vorbei eine Verbindung zur Lindesaystraße herstellen.

Donnerstag, 30.11.2017, 14:11 Uhr

Die Westtangente soll den Kreisverkehr an der Dieselstraße mit der Lindesaystraße verbinden. Die Westtangente soll den Kreisverkehr an der Dieselstraße im Industriegebiet Seller Esch mit der Lindesaystraße verbinden.
Die Westtangente soll den Kreisverkehr an der Dieselstraße mit der Lindesaystraße verbinden. Die Westtangente soll den Kreisverkehr an der Dieselstraße im Industriegebiet Seller Esch mit der Lindesaystraße verbinden.

Grund für die optimistische Schätzung ist der nahende Planfeststellungsbeschluss, der rechtlich die Voraussetzung für die Realisierung des Projektes darstellt. Der Kreis geht davon aus, dass noch in diesem Jahr das „Go“ von der Bezirksregierung kommen wird. Ganz so zuversichtlich ist man am Domplatz in Münster derzeit nicht. Wie Pressesprecher Andreas Winnemöller erläuterte, könne im Moment niemand genau sagen, wann der Beschluss gefasst wird. „Wenn es in diesem Jahr noch was wird, dann auf den letzten Drücker.“

Mit anderen Worten: Bis zum Jahreswechsel wird sich am derzeitigen Sachstand nicht mehr viel ändern. Steht dann aber Anfang des Jahres die Planfeststellung, „wollen wir natürlich sofort loslegen“, wie Fachdienstleiter Stefan Albers betont. Das heißt, die Stadt werde dann die Grundstücksverhandlungen mit den Landwirten führen, die ihren Grund und Boden für das Projekt verkaufen sollen. Albers will nicht ausschließen, dass es zu Klagen gegen den Trassenbau kommt.

Parallel zu den Grundstücksverhandlungen möchte die Verwaltung mit den Ausgleichsmaßnahmen starten, die für den Flächenverbrauch notwendig werden.

Sollte das weitere Verfahren tatsächlich ohne Komplikationen durchlaufen, können nach dem Zeitplan der Verwaltung die Ausgleichsmaßnahmen in 2018 umgesetzt werden. Ein Jahr später würden die Ausschreibungen für die Bauarbeiten vorgenommen. Im gleichen Jahr könnte der Startschuss zum Bau fallen.

Die Trasse hat eine Länge von 1,6 Kilometern. Die kalkulierten Kosten liegen laut Stefan Albers bei rund sechs Millionen Euro, inklusive des Wirtschaftsweges, der ebenfalls ausgebaut werden muss. Die Baukosten können zu 60 Prozent vom Land übernommen werden. Die dann noch ausstehende Summe teilen sich Kreis und Stadt. Zu welchen Teilen? Stefan Albers: „Ich weiß nicht, inwieweit diese Zahlen öffentlich sind.“

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