Facebook-Seite zum Wettergeschehen in Steinfurt
Posts im Zwölf-Stunden-Rhythmus

Steinfurt -

Stolze Zahl: Hart auf die 10 000er-Marke steuert die Abonnentenzahl der privaten Facebook-Seite „Wettergeschehen Kreis Steinfurt und Umgebung“ und des Schwesterportals „Wettermelder-Gruppe Kreis Steinfurt“ zu. Vor rund zweieinhalb Jahren hat der Burgsteinfurter Kevin Smith die Plattform im sozialen Netzwerk ins Leben gerufen. Im Ernstfall schnell Informationen zu übermitteln und so schlimme Folgen von Wetterextremen verhindern helfen – das war von Anfang an die Devise des 28-Jährigen und seines aus Borghorst stammenden Partners Fabian Querl. Die Beliebtheit der Seite zeigt, dass er offenbar eine Lücke geschlossen hat.

Montag, 15.01.2018, 23:01 Uhr

Der Himmel über dem Steinfurter Bagno war für Kevin Smith am Montag eher unspektakulär. Das könnte sich aber bis Donnerstag ändern, zu lesen auf der Facebook-Seite „Wettergeschehen Kreis Steinfurt und Umgebung“, die der 28-jährige Burgsteinfurter nun schon seit zweieinhalb Jahren betreibt.
Der Himmel über dem Steinfurter Bagno war für Kevin Smith am Montag eher unspektakulär. Das könnte sich aber bis Donnerstag ändern, zu lesen auf der Facebook-Seite „Wettergeschehen Kreis Steinfurt und Umgebung“, die der 28-jährige Burgsteinfurter nun schon seit zweieinhalb Jahren betreibt. Foto: rs

Und der gelernte Garten- und Landschaftsbauer gibt auch 2018 weiter Gas: Schon seit November postet er zwei- statt einmal am Tag. Seitdem gibt es frische Wetternachrichten über Steinfurt und Umgebung nicht nur morgens, sondern auch abends. „Es war mir angesichts der beginnenden dunklen Jahreszeit mit zu erwartenden Nachtfrösten und Nebelbildung wichtig, aktuelle Infos zu liefern“, erklärt Smith im Gespräch mit dieser Zeitung zu den Hintergründen. Durch den Zwölf-Stunden-Rhythmus sei nun eine optimale Abdeckung gegeben.

Neu beim „Wettergeschehen“ ist zudem eine Veröffentlichung von gemeindescharfen Warnkarten bei Unwettermeldungen. In diesem Zusammenhang basteln die Macher der Wetter-Seite zudem an einem Messenger-Dienst bei Facebook, der die Warnungen per Push-Nachricht direkt aufs Smartphone schicken kann. „Zurzeit sind wir noch in der Testphase“, berichtet Smith.

Was motiviert den jungen Mann, sich täglich mehrere Stunden mit dem lokalen und regionalen Wetter zu befassen und sein Rechercheergebnisse im Internet zu veröffentlichen? Für Smith ist es die Begeisterung für die Materie, die ihn schon in frühester Jugend gepackt hat. Und das stetig steigende Interesse an der Facebook-Seite spornt natürlich auch an. „Die Posts werden in der Regel von mehreren Tausend Usern gelesen“, weiß Smith. Im Dezember, als eine Schneefront angekündigt wurde, seien es sogar 15 000 gewesen. Das Interesse auch in den umliegenden Orten, ja sogar darüber hinaus bis in die Niederlande, sei groß. Eine Ausweitung des Wetterdienstes über den Kreis Steinfurt sei aber nicht geplant. „Es gibt in den Nachbarregionen ähnliche Angebote, denen wollen wir nicht in die Quere kommen“, macht Smith deutlich, dass er keine weitergehenden Ambitionen hat.

Schon jetzt investiert der 28-Jährige täglich bis zu vier Stunden in sein Hobby. Seine „Wetterzentrale“ mit drei Rechnern hat er in seiner Wohnung eingerichtet. Alles ehrenamtlich, alles ohne direkte Einnahmen. „Ich mache das gerne, es macht mir Spaß“, so Smith, der von seinem Chef das Okay hat, während der Arbeitszeit „ab und an“ auf seine Wetter-Seite zu schauen.

Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt der 28-Jährige gerade das Geschehen weit draußen auf dem Atlantik. Vor der Ostküste der USA bildet sich derzeit ein Randtief, das seiner Überzeugung nach das Zeug hat, zu einem Orkan mit Windstärken über 100 Stundenkilometern zu werden, der schon am Donnerstag auch Auswirkungen auf den Kreis Steinfurt haben könnte. Was bei anderen ein ungutes Gefühl auslöst, sorgt bei Smith eher für Enthusiasmus. Ob es tatsächlich so kommt? Bei „Wettergeschehen Kreis Steinfurt und Umgebung“ wird es bald zu lesen sein. . .

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