Quecksilberdämpfe im Physikraum
„Altfund“ macht Probleme

Burgsteinfurt -

Wann das alte Gerät so vergammelt war, dass sich das in ihm enthaltene Quecksilber in den Schrank auslaufen konnte, weiß auch Schulleiter Jochen Hornemann nicht. Und zunächst wurde dem „Altfund“ auch keine große Beachtung geschenkt.

Donnerstag, 22.02.2018, 19:02 Uhr

Quecksilber wurde früher zum Beispiel in Thermometern genutzt.
Quecksilber wurde früher zum Beispiel in Thermometern genutzt. Foto: Wikipedia

Erst als ein vorsichtshalber eingeschaltetes Analyse-Institut erhöhte Messwerte für den Vorbereitungsraum sowie zwei weitere Räume des Gymnasium Arnoldinum bescheinigte, wurden die Räume „aus der Nutzung“ genommen.

„Wir hatten erst die Hoffnung gehabt, dass eine gründliche Reinigung reicht“, sagt Tiefbau-Fachdienstleiter Detlef Bogs . Das habe sich nach den Messungen jedoch als Wunschdenken erwiesen: Das komplette Mobiliar muss ebenso wie Decken und Bodenbeläge ausgetauscht werden, die von den Quecksilberdämpfen kontaminiert sind. „Dann erreichen wir hoffentlich Messwerte, die eine Nutzung wieder ermöglichen“, hofft Bogs.

Da das Ausmaß der Kontaminierung der Stadtverwaltung erst seit wenigen Tagen bekannt sei, rechnet der Fachdienstleiter nicht mit einer raschen Sanierung: „Eigentlich war erst das Borghorster Gymnasium dran“, sagt er mit Blick auf das Programm „Gute Schule 2020“. Jetzt müsse erst einmal einiges umgeplant werden.

Schulleiter Hornemann sieht die Sache entspannt: Der betroffene Unterrichtsraum sei zuletzt sowieso nicht genutzt worden, weil das Gestühl defekt ist. Die beiden Vorbereitungsräume seien zeitlich begrenzt noch nutzbar: „Die Kollegen sollen sich nur nicht den ganzen tag dort aufhalten.“

Er geht fest davon aus, dass bereits in den nächsten Tagen mit der Sanierung der Räume begonnen werde. Vorerst ohne neue Möbel. „Aber wir haben noch welche, die wir dort erst einmal aufstellen können.“

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