Bagnosee wird nicht freigegeben
Schlittschuhe müssen im Keller bleiben

Steinfurt -

Tiefbau-Fachdienstleiter Wolfgang Spille würde sogar in seinen Keller hinabsteigen und seine Schlittschuhe aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Aber: Offiziell freigeben wird er die Eisfläche auf dem Bagnosee nicht – egal, wie kalt es in den nächsten Tagen und wie dick das Eis auf dem See noch wird. „Wir werden die Leute da nicht herunterschmeißen – aber es ist ihre eigene Verantwortung“, betont Spille.

Freitag, 23.02.2018, 18:02 Uhr

Der Schein trügt: Das Eis des Bagno-Sees ist bei weitem noch nicht tragfähig – und wird es auch wohl nicht werden.
Der Schein trügt: Das Eis des Bagno-Sees ist bei weitem noch nicht tragfähig – und wird es auch wohl nicht werden. Foto: Schäfer

Er erinnert sich noch gut an den Februar 2009, als der See dick zugefroren war und von Eisläufern und Schlittenfahrern bevölkert wurde. „Da hätte ich auch jetzt wieder total Spaß dran – aber ich sehe mich noch lange nicht auf dem Eis.“ Zu kurz sei die bisherige Kälteperiode, als dass ein paar Tage Dauerfrost die Eisdecke ausreichend stark machen könnten. Auch das Ordnungsamt werde den See auf keinen Fall zum Betreten freigeben – aber eben auch nicht sperren, wenn es gefahrlos scheint.

Der Leiter der Steinfurter Feuerwache, Dirk Telgmann , kann sich ebenfalls noch gut an den Winter vor neun Jahren erinnern. Da hatten er und seine Kameraden mit dünnen Wasserschichten, die über Nacht gefrieren konnten, dafür gesorgt, dass Schlittschuh- und Schlittenfahrer beste Bedingungen hatten und das eisige Vergnügen richtig genießen konnten. „Das ist bei den passenden Bedingungen durchaus wieder im Bereich des Denkbaren“, schließt Telgmann die technische Hilfe der Feuerwehr nicht aus. Wohl aber, dass irgendjemand die Eisfläche offiziell freigeben wird. „Man wird da vorsichtiger“, sagt er mit Blick auf mögliche Schadenersatzforderungen, falls doch einmal etwas passieren sollte.

Eine Party mit Disco, Buden und Lichtshow wie damals wird es wohl nie wieder geben. „Da haben sich einige derbe daneben benommen“, weiß Gerda Schmerling von der Steinfurter Marketing und Touristik. Deshalb werde niemand mehr ein Genehmigung dafür erteilen können..

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