Pläne für die Tabakfabrik Rotmann:
Aller guten Dinge sind drei!

Burgsteinfurt -

Die am Dienstag in dieser Zeitung aufgeworfene Frage, ob im Fall der Tabakfabrik Rotmann aller guten Dinge drei sind, muss nach der Sitzung des Planungsausschusses am Abend mit einem klaren Ja beantwortet werden. Einstimmig segneten die Fraktionen die überarbeiteten Pläne für die beiden Mehrfamilienhäuser nicht nur ab. Es gab auch ausdrückliches Lob für die Arbeit von Architekt Jirka Lux. Und nicht nur aus der Politik.

Dienstag, 27.02.2018, 18:02 Uhr

So sollen die beiden Neubauten künftig einmal aussehen: Die überarbeiteten Pläne für die Tabakfabrik fanden im Planungsausschuss breite Zustimmung. Auch die Anwohner lobten jetzt das Vorhaben.
So sollen die beiden Neubauten künftig einmal aussehen: Die überarbeiteten Pläne für die Tabakfabrik fanden im Planungsausschuss breite Zustimmung. Auch die Anwohner lobten jetzt das Vorhaben. Foto: Archplan

Sogar die Anwohner, die anfänglich gegen die Neubauten Sturm gelaufen waren, begrüßten die überarbeiteten Vorschläge. „Die Zeichen stehen nicht mehr auf Sturm“, sagte Lars Wilmer als Sprecher der Nachbarschaft in einer Sitzungsunterbrechung.

Nach dem heftigen Gegenwind, der den Investoren Max und Christoph Schulte bislang für das Neubauvorhaben entgegen blies, hatten sie die Kritikpunkte aus der Politik aufgegriffen und in die Fassaden und Gebäudehöhen mehr Spiel gebracht, damit sich das komplette Ensemble leichter und filigraner präsentierte.

Durch das einstimmige Ausschussvotum werden die Investoren in die Lage versetzt, dem ersten Spatenstich mit voller Kraft entgegenzuarbeiten. So werden jetzt die Grundrisse für die Neubauten erstellt. Parallel laufen die Planungen für den Umbau der eigentlichen Tabakfabrik natürlich weiter.

Architekt Jirka Lux konnte noch keine konkreten Angaben dazu machen, wie viele Wohnungen jetzt in den beiden Gebäuden Platz finden werden. Investor Schulte wollte sich auch noch nicht festlegen, ob es Eigentums- oder Mietwohnungen werden. Fest steht, dass die Tiefgarage rund 60 Stellplatz bekommen wird.

„Wir begrüßen es, dass sich der Investor bewegt hat“, sagte CDU-Fraktionschef Norbert Kerkhoff vor der Abstimmung. Allerdings hätte sich seiner Meinung nach die Verwaltung eher einschalten und die inzwischen eingeschlagene Richtung vorgeben können. Kollege Rainer Abeling von den Sozialdemokraten äußerte sich ähnlich: „Wir haben eine gute Lösung hinbekommen, weil die Interessen sorgsam abgewogen wurden.“ Er nannte den Entwurf für die Steinfurter Stadtplanung „richtungsweisend“, So häufig sei so etwas nicht hinzubekommen. Ulrich Windscheid hoffte für die Liberalen, dass nicht noch eine vierte Planvariante diskutiert werden muss. Und Kurt Lewandowski (FWS) hatte an den neuen Plänen nichts auszusetzen, bemängelte aber das Verfahren. Die Verwaltung habe den Bebauungsplanentwurf nicht genügend beachtet.

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