Kreis erschließt und vermarktet
Stadtvillen auf altem Bauhofgelände

Burgsteinfurt -

Auf dem ehemaligen Gelände des Kreisbauhofs am Telghauskamp in Burgsteinfurt könnte, vorausgesetzt das Verfahren geht ohne größere Probleme über die Bühne, bereits im Frühjahr 2019 mit dem Bau von Einfamilienhäusern begonnen werden. Der Kreis Steinfurt will das Gelände in eigener Regie erschließen und anschließend auch vermarkten.

Mittwoch, 07.03.2018, 14:03 Uhr

So sieht das Konzept für eine Bebauung des ehemaligen Geländes des Kreisbauhofs am Telghauskamp in Burgsteinfurt aus. Neun Stadtvillen hätten dort Platz.
So sieht das Konzept für eine Bebauung des ehemaligen Geländes des Kreisbauhofs am Telghauskamp in Burgsteinfurt aus. Neun Stadtvillen hätten dort Platz. Foto: Stadt Steinfurt

Bis Mai soll der Bebauungsplan Rechtskraft bekommen, erklärt Kreisbaudezernent Franz Niederau im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Konzept ist bereits mit der Stadt abgestimmt worden. Jetzt muss die Politik noch einmal darüber beraten und der Stadtrat entscheiden.

Zurzeit ist der Kreis dabei, das Gelände frei zu räumen und die alten Liegenschaften abzureißen. Der Standort war im vergangenen Jahr aufgegeben und in das Gewerbegebiet Seller Esch verlagert worden. Altlasten gebe es nicht, erklärte Niederau auf Nachfrage.

Bestehen bleibt das Gebäude an der Ecke Telghauskamp/Veltruper Kirchweg. Dort hat die DLRG-Ortsgruppe als Mieter bereits einen neuen Standort gefunden.

Zwischen dem Telghauskamp und der Bahnlinie Münster-Gronau können nach den Plänen neun Häuser im Stil von sogenannten Stadtvillen auf Grundstücksgrößen von etwa 450 Quadratmetern entstehen.

Niederau bedauerte in diesem Zusammenhang, dass die ursprüngliche Idee, den Straßenverlauf zur Bahntrasse zu verschieben und damit die Lage zum Kreislehrgarten zu verbessern, nicht realisiert werden konnte.

Dafür hätte der im Telghauskamp verlaufende Hauptsammler aufwendig umgeleitet werden müssen. Ein Clou wird ein kleines Blockheizkraftwerk werden. Es wird von den Stadtwerken Steinfurt in die Spitze zur Molkereistraße gebaut und soll das Neubauviertel mit Wärme versorgen.

Der Kreis selber will in Absprache mit der Politik zunächst festlegen, welche Kriterien Bauherren erfüllen müssen, um ein Grundstück kaufen zu können.

Zielgruppe könnte dabei insbesondere junge Familien sein. Vorstellbar sind Kaufpreise um 150 Euro/qm oder Erbpacht. Gibt es mehr Bewerbungen als Grundstücke, müsste das Los darüber entscheiden, wer den Zuschlag bekommt. Der Kreis, so Niederau weiter, werde den Bauherren seine Hilfe anbieten, die Möglichkeiten der Wohnbauförderung auszuschöpfen. Niederau hofft, dass im Sommer mit der Vermarktung begonnen werden kann.

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