Drei ???-Lesung wurde zum zweiten Mal ein voller Erfolg
Voll den Nerv getroffen

steinfurt -

200 Mädchen, Jungen, Frauen und Männer saßen gebannt im Bürgersaal des Rathauses, um Christoph Tiemann und dem ex-libris-Ensemble zuzuhören. Dort, wo sonst politische Themen diskutiert werden, stand diesmal ein kniffliger Kriminalfall im Mittelpunkt.

Sonntag, 15.04.2018, 15:04 Uhr

Christoph Tiemann (r.) und das Ensemble ex libris versetzten das Publikum in Staunen.
Christoph Tiemann (r.) und das Ensemble ex libris versetzten das Publikum in Staunen. Foto: Rainer Nix

War das spannend. 200 Mädchen, Jungen, Frauen und Männer saßen am Freitagabend gebannt im Bürgersaal des Rathauses, um Christoph Tiemann und dem ex-libris-Ensemble zuzuhören. Dort, wo sonst leidenschaftlich politische Themen diskutiert werden, stand diesmal ein kniffliger Kriminalfall im Mittelpunkt. Der münsterische Schauspieler, Kabarettist und Autor las in Hörspielmanier zusammen mit dem handverlesenen Theaterensemble Johannes Casser, Urs von Wulfen, Marcus von Hagen und Sarah Giese aus der legendären Jugendbuch-Serie „Die drei ???“.

Hauptfiguren waren natürlich wieder die Junior-Detektive Justus „Just“ Jonas“, Peter Dunstan Shaw und Robert „Bob“ Andrews. Diesmal fahndeten sie nach dem Ursprung eines seltsamen Weckers, der wohl kaum in Serienproduktion gegangen sein dürfte.

Auch die zweite Auflage der Drei-Fragezeichen-Lesung traf voll den Nerv des Publikums. Die Kooperationsveranstaltung von Stadtbücherei und Stadt Steinfurt war wieder komplett ausverkauft. Für Getränke und Brezeln, die reißenden Absatz fanden, sorgte der Förderverein der Stadtbücherei.

Zurück zur Story: Da haben Justus, Bob und Peter einen schönen Fund gemacht. Auf dem Schrottplatz stöberten sie einen alten Wecker auf. An sich unspektakulär, doch dieser elektrische Zeitmesser hat es in sich. Anstelle zu summen oder zu schnarren, stößt er markerschütternde Schreie aus. Die lautmalerischen Talente der Schauspieler waren dermaßen ergreifend, dass dem großen Publikum das Blut in den Adern gefror. Was folgte war eine turbulente Reise ins Hörfunk- beziehungsweise Schauspielermilieu, denn genau dorthin führte die Spur. Letztlich kamen die gewieften Ermittler einem raffinierten Kunstraub auf die Spur.

Atemberaubende Verfolgungsjagden, fiese Gauner, skurrile Typen, all diese Zutaten würzten den Handlungsverlauf, bei dem es nicht zuletzt auch etwas zu Lachen gab. Das Ensemble kurbelte mit seiner Lesung die Kopfkinos der Zuhörer ordentlich an. Fünf Akteure schlüpften mühelos in zahlreiche Charaktere und sprachen sie dermaßen lebendig, dass es keinerlei Probleme bereitete, sich in die Handlung zu versetzen. Musiker Philip Ritter trug mit atmosphärisch dichten Klängen vom Keyboard dazu bei.

Als besonderer Gag kam sogar der Altmeister des Kriminalromans, Alfred Hitchkock, vor. Unter seinem Pseudonym – der Name verkaufte sich einfach besser – schrieb der US-amerikanische Autor und Journalist Robert Arthur ab 1964 insgesamt zehn Fragezeichen-Bände, bis er 1969 verstarb. Doch die Serie war dermaßen erfolgreich, dass ein Autorenteam sich zahlreiche weitere Geschichten ausdachte.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5662055?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
65 Autos brennen im Parkhaus
Großbrand am FMO: 65 Autos brennen im Parkhaus
Nachrichten-Ticker