Bismarckschule gleich dreifach beim Stadtradeln mit dabei
Feuer und Flamme für die Fiets

Burgsteinfurt -

Als Sandra Timmers in den Westfälischen Nachrichten vom Stadtradeln las, war sie gleich Feuer und Flamme: „Die Aktion passte einfach hervorragend zum anstehenden Unterrichtsstoff“, sagt die Klassenlehrerin der Klasse 3a der Bismarckschule. Also warum nicht die Verkehrserziehung gleich praktisch mit dem Stadtradeln verbinden?

Montag, 04.06.2018, 18:00 Uhr

Macht beim Stadtradeln mit: Die Klasse 3a der Bismarckschule fiebert der Veranstaltung, bei der Steinfurt am kommenden Montag erstmals mitmacht, bereits entgegen.
Macht beim Stadtradeln mit: Die Klasse 3a der Bismarckschule fiebert der Veranstaltung, bei der Steinfurt am kommenden Montag erstmals mitmacht, bereits entgegen. Foto: s

Als Sandra Timmers in den Westfälischen Nachrichten vom Stadtradeln las, war sie gleich Feuer und Flamme: „Die Aktion passte einfach hervorragend zum anstehenden Unterrichtsstoff“, sagt die Klassenlehrerin der Klasse 3a der Bismarckschule. Also warum nicht die Verkehrserziehung gleich praktisch mit dem Stadtradeln verbinden? Gesagt, getan. Die Drittklässler waren schnell überzeugt und machen mit bei der Premiere der Kampagne für Umweltbewusstsein und Klimaschutz, die am kommenden Montag erstmals in der Kreisstadt startet. Und nicht nur die Schüler der Igelklasse, wie sich die 3a auch nennt: Auch die Mädchen und Jungen der 4a sowie ein zehnköpfiges Lehrerteam, darunter Schulleiterin Claudia Bock , sind ebenfalls mit dabei.

Bislang ist die Burgsteinfurter Grundschule die einzige, die beim Stadtradeln mitmacht. Das überrascht in der „Schulstadt“ Steinfurt dann doch. Noch sind fünf Tage Zeit bis zum Start. Und der Anreiz ist da: Dank des Sponsors Kreissparkasse winkt dem Schulteam mit den meisten geradelten Kilometern im besagten Zeitraum ein Geldpreis in Höhe von 150 Euro für die Klassenkasse.

Zurück zur Bismarckschule: Sandra Timmers geht es beim Stadtradeln auch um eine Bewusstseinsänderung bei ihren Schülern und deren Eltern. Bislang seien es nur eine Handvoll Schüler, die mit dem Fahrrad zur Schule kommen. Wenn schlechtes Wetter ist oder der Anfahrtsweg sehr weit – viele Bismarckschüler kommen zum Beispiel aus der Bauerschaft Hollich – kann die Pädagogin den Argumenten der Eltern, ihr Kind lieber selbst zum Unterricht bringen zu wollen, auch folgen. Vom Alter her spricht ansonsten aber nichts dagegen, die Schüler auch eigenständige Erfahrungen im Straßenverkehr machen zu lassen.

Die Wirklichkeit indes sieht oftmals anders aus. „Und das merken wir“, sagt Sandra Timmers. Im Vergleich zu früheren Schülergenerationen seien die heutigen Grundschüler viel unsicherer im Umgang mit dem Fahrrad. Oft sei es auch einfach vordergründiger Zeitmangel, der Eltern dazu bewegt, ihr Kind selbst mit dem Auto zu bringen. Auf diese Weise, so die vorherrschende Meinung, gehe es schneller.

Falls sich Eltern unsicher seien, ob ihr Sprössling ausreichend reif ist, selbst mit dem Rad zur Schule zu kommen, empfiehlt sie, den Nachwuchs zunächst ein paar Mal mit dem Rad zu begleiten. „Man muss den Kindern einfach auch etwas zutrauen“, meint die Lehrerin, die selbst fast täglich mit dem Rad zum Arbeitsplatz fährt. „Mein Mann ist da ein echtes Vorbild für mich. Der fährt wirklich jeden Tag bei Wind und Wetter“, lacht sie. Sie selbst sei da bequemer – „obwohl ich auch über eine Schlechtwetterausrüstung verfüge“.

Zusammen hat das Paar auch schon einige Radreisen unternommen – bevorzugt in den hohen Norden. Den Emsradweg oder den Fehnroutenradweg zum Beispiel haben beide schon erstrampelt. Ostfriesland findet als Radelregion ihr besonderes Gefallen.

Die Bismarckschüler fiebern der Teilnahme an der Premiere beim Stadtradeln bereits richtig entgegen, wie beim Fototermin mit der Presse deutlich zu spüren war. Für die beiden Klassen ist es ein großer Anreiz sich intern zu messen. Innerhalb der Klassen werde zudem das Gemeinschaftsgefühl gestärkt, ist sich Sandra Timmers sicher.

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