Glasfaser in den Außenbezirken
Noch ein halbes Jahr bis zum ersten Spatenstich

Steinfurt -

Ein halbes Jahr noch, dann könnte der erste Spatenstich für die Glasfaserverkabelung in den Steinfurter Bauerschaften erfolgen. Könnte. Denn einen genauen Termin, den kann Breitbandkoordinator Ingmar Ebhardt beim besten Willen noch nicht nennen. Zu viele Schritte sind in dem komplizierten Verfahren noch zu gehen. Ein kleiner wurde in der vergangenen Woche gemacht, der nächste soll in den kommenden zwei Wochen erfolgen.

Montag, 18.06.2018, 18:00 Uhr

So hat die Stadt Steinfurt die juristischen wie technischen Beratungsleistungen für das Großprojekt gerade an zwei Fachbüros in Bad Hersfeld und Fulda vergeben. In einem ersten Treffen, so die Verwaltung, wurde das weitere Vorgehen abgestimmt. Bis allerdings die ersten Kabel in den Außenbereichen liegen, ist es noch ein weiter Weg, wie der beim Kreis Steinfurt angesiedelte Breitbandkoordinator auf Anfrage erläuterte.

„In den nächsten zwei Wochen“, so die Planungen von Ingmar Ebhardt, „soll die EU-weite Ausschreibung für das Glasfaserprojekt erfolgen.“ Das Verfahren ist kompliziert und mehrstufig. Es beginnt mit einem Wettbewerb der Teilnehmer. Was folgt, sind eine Prüfung der Referenzen, die Abgabe der Angebote, die Auswertung, Bietergespräche sowie konkrete Verhandlungen mit dem wahrscheinlichen Auftragsempfänger. Dann spricht noch die Bundesnetzagentur ein Wörtchen mit. Zwischen den einzelnen Vergabeschritten liegen mitunter mehrere Monate. „Außerdem kann es zu unvorhergesehenen Verzögerungen kommen“, weiß Ingmar Ebhardt. Zum Beispiel, wenn die Bieter noch Fragen zum Verfahren haben.

Ebhardt ist optimistisch, dass sich auf die Ausschreibung eine ausreichend große Anzahl von Glasfaseranbietern melden wird. Auch wenn der Breitbandausbau gerade in weiten Teilen der Republik vorangetrieben werden. Nach den Erfahrungen des Experten gibt es im Kreis Steinfurt „eine sehr rege Anbieterlandschaft“. Als mögliche Interessenten könnten die Deutsche Glasfaser, die Telekom, Unity Media, Osnatel und andere Unternehmen in Frage kommen. Die Arbeiten am Glasfasernetz können zwischen einem und drei Jahren in Anspruch nehmen, weiß Ebhardt aus Erfahrung.

Die Zusage von Bund und Land über die Zuschüsse liegt seit Ende 2017 vor. Da das Innenstadt-Netz schon reinen relativ hohen Ausbaugrad erreicht hat, gibt es für as Schließen der Lücken kein Geld von der öffentlichen Hand.

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