60 Jahre Ev. Kindergarten Friedenau
Immer am Puls der Zeit

Burgsteinfurt -

Wie doch die Zeit vergeht: Der Evangelische Kindergarten Friedenau wird 60 Jahre alt und feiert das Jubiläum gebührend am kommenden Samstag (8. September). Um 11 Uhr dankt Pfarrer Guido Meyer-Wirsching bei einem Gottesdienst in der Großen Kirche für die vergangenen sechs Jahrzehnte, in denen sich die Einrichtung positiv entwickelte. „Um 14 Uhr steht dann am Sachsenweg 3 ein buntes Geburtstagsfest auf dem Programm, zu dem jeder herzlich willkommen ist“, lädt Leiterin Ulla Nimz zum Kommen ein.

Donnerstag, 06.09.2018, 14:52 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 06.09.2018, 14:52 Uhr
Die Kindergruppe des Ev. Kindergartens heute: Kinder und Erzieherinnen freuen sich über den 60. Geburtstag, der am Wochenende gefeiert werden soll. Hintere Reihe (v.l.): Leiterin Ulla Nimz, Iris Feldkamp, Gabriele Köhler, Claudia Epping, Eva Knüpp, Ina Ehlert und Stefanie Priest.
Die Kindergruppe des Ev. Kindergartens heute: Kinder und Erzieherinnen freuen sich über den 60. Geburtstag, der am Wochenende gefeiert werden soll. Hintere Reihe (v.l.): Leiterin Ulla Nimz, Iris Feldkamp, Gabriele Köhler, Claudia Epping, Eva Knüpp, Ina Ehlert und Stefanie Priest. Foto: nix

Das Familienzentrum mit eigenem Bereich für die Betreuung der unter Dreijährigen besteht aktuell aus vier Gruppen. Es wird von maximal 75 Kindern im Alter von sechs Monaten bis zum Schuleintritt besucht. Bis dahin war es ein weiter Weg, denn die Uhren tickten früher anders. Während es im 21. Jahrhundert nicht unwesentlich auch um die Umsetzung eines vorschulischen Bildungskonzeptes geht, lag der Schwerpunkt in der Anfangszeit eindeutig auf der Betreuung. Die pädagogische Arbeit wandelte sich im Laufe der Jahrzehnte. Vieles wird heute anders gesehen. „Doch Kinder bleiben immer gleich“, betont Nimz, „sie möchten angenommen sein, wert geschätzt werden, sie wollen die Welt erkunden und verstehen.“

All dies wird ihnen in der Einrichtung ermöglicht. Ein engagiertes Team aus pädagogischen Mitarbeiterinnen mit unterschiedlichen Qualifikationen kümmert sich liebevoll um die Kleinen und ihre Familien. Die Anbindung an die Evangelische Gemeindearbeit wird mit Kinderandachten, Gottesdiensten und religionspädagogischen Gesprächsabenden für die Eltern umgesetzt.

Wer das Rad der Geschichte um 60 Jahre zurückdreht, erfährt wie alles begann: Im September 1958 wurde der neu errichtete Kindergarten Friedenau seiner Bestimmung übergeben. Als zwei­gruppige Einrichtung gebaut, beherbergte er rund 70 Kinder. Untergebracht waren die Kinder in einem einzigen Zimmer, das mit einer Schiebewand geteilt werden konnte. Christel Unger war die erste Leiterin, die „Helferinnen“ unterstützten.

1965 begann ein neuer Zeitabschnitt, als Juliane Prinzessin zu Bentheim und Steinfurt die Leitung des Kindergartens übernahm und das Gebäude einen Anbau bekam. „Anfangs wollte ich ja nur ein Jahr bleiben“, berichtete die von den Kindern immer „Tante Juliane“ gerufene Prinzessin, als sie in den Ruhestand ging. Daraus wurden schließlich 27 Jahre, die sie nie bereute.

Seit 1993 leitet Ulla Nimz die Einrichtung. Die Evangelische Kirchengemeinde als der damalige Träger ließ einige Umbauten und Neuerungen durchführen. Darunter fielen die Erneuerung der Waschräume und der Umbau des Küchentraktes. In 2005 bekam der Kindergarten eine neue Möblierung, womit bereits alles für das 50-jährige Jubiläumsfest gerüstet war. Seit dem 1. August 2008 ist der Evangelische Kirchenkreis Steinfurt-Coesfeld-Borken Träger der Friedenauer Einrichtung. Die finanzielle Veränderung, der Einführung des Kinderbildungsgesetzes (KIBIZ) geschuldet, machten den Zusammenschluss zahlreicher evangelischer Kindergärten zu einem Trägerverbund notwendig.

Im Sommer 2009 wurde nahezu das gesamte Gebäude renoviert und erweitert. Im Obergeschoss entstand ein weiterer Gruppenraum mit Nebenräumen und Küche. Das Leitungsbüro wanderte nach oben. Im Erdgeschoss ist neben vielen weiteren Veränderungen ein eigener Bereich für die Betreuung der Kinder unter drei Jahren geschaffen worden. „Wir sind sehr gut aufgestellt“, sagt Nimz und blickt optimistisch in die Zukunft.

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