911-Fan Wolfgang Lübbers
Vom Bäcker zur Rennstrecke

Steinfurt -

Am kommenden Wochenende ist er bei den Racedays mit dabei: Wolfgang Lübbers ist Porsche-Fan durch und durch.

Freitag, 14.09.2018, 17:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 16:24 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 14.09.2018, 17:00 Uhr
911-Fan Wolfgang Lübbers: Vom Bäcker zur Rennstrecke
Foto: Axel Roll

Wolfgang Lübbers kann, muss aber nicht. Wenn er dann aber mal will, geht es ganz schnell. Er tippt auf die unscheinbare Sport-Taste – oder auf Sport plus, wenn er es besonders eilig hat. Die Antwort auf den Tritt aufs Gaspedal kommt von hinten. Ein Kreischen, das schnell übertönt wird von einem lauten Zischen. Und schon schiebt eine unsichtbare Riesenfaust das tiefschwarze Cabriolet unerbittlich nach vorne, während die andere Fahrer und Beifahrer fest in die Sportsitze drückt. Genau dafür liebt der Burgsteinfurter seinen Porsche Turbo S: „Vom Brötchenholen direkt auf die Rennstrecke, mit dem Auto überhaupt kein Problem.“

Egal, ob 560 PS wie im Turbo der Baureihe 907 von Wolfgang Lübbers oder 125 Pferdestärken, die der 46 Jahre alte Urahn, der vor der Halle des Burgsteinfurter PS-Werks neben ihm parkt – beide 911er haben diese zwei Gesichter. Und werden genau dafür von ihren Fans geliebt. Ein bisschen wie Dr. Jekyll and Mr. Hyde. Was den Sportwagen aber zu einer der wenigen Ikonen des Automobilbaus gemacht hat: Die Gene haben sich über die Jahrzehnte hin nicht verändert. Optisch wie technisch.

Dass Wolfgang Lübbers zufällig so alt ist wie die Automarke seines Vertrauens, beide haben in diesem Jahr erstmalig die Sieben vorne stehen, hat nichts mit seiner Leidenschaft für die Produkte aus Zuffenhausen zu tun. „In den 70er Jahren sind wir häufiger zum Nürburgring gefahren und haben uns dort die Rennen angeschaut. Wenn die Porsche da mit ihren Sechszylindern vorbeigerauscht sind, habe ich eine Gänsehaut bekommen“, erzählt der pensionierte Pädagoge. Dass er irgendwann einmal tatsächlich einen 911 in der heimischen Garage stehen haben würde, daran war damals noch gar nicht zu denken. Was den schwarzen Flitzer für seinen Fahrer zusätzlich zum Traumauto macht: „Man fällt mit dem Auto, das über solche Fahrleistungen verfügt, nicht unbedingt auf.“

In dieser Beziehung ist sein violetter Nachbar, der schon 38 Jahre mehr auf dem Buckel hat, optisch noch deutlich zurückhaltender. Kürzer, schmaler und gemessen an heutigen Sportwagen geradezu schwächlich. Der 2,2-Liter-Boxer bringt gerade einmal 125 PS auf die Hinterachse. In den 70er Jahren fuhr der 911 damit aber ganz vorne mit. Heute bringt er das Publikum zum Staunen, wenn es um seinen Preis geht. Der 911 T hat in seinem Wertgutachten einen sechsstelligen Betrag stehen. . .

Wolfgang Lübbers fährt sein Cabriolet – logisch – richtig gerne. Und deswegen auch viel. „Ich bin niemand, der es nur am Wochenende bewegt.“ Bei Regen hält er sich ein wenig zurück, bei Schnee und Eis bleibt es stehen. Aber sonst kommen pro Jahr schnell 20 000 Kilometer zusammen. Am kommenden Wochenende ist Lübbers wieder bei den Racedays dabei. Übrigens genau wie der violette Vorfahre. „Porsche-Fahrer, die mit uns die 70 Jahre der Marke feiern wollen, sind am Sonntag herzlich eingeladen“, betont Racedays-Veranstalter Rolf Cosse.  

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