9. Auflage der International Racedays
Oldtimer, Hybride und Grid Girls

Burgsteinfurt -

Für den guten Zweck spielt die Bürgermeisterin auch gerne mal das „Grid Girl“: Wie die Vorbilder an den Grand-Prix-Strecken dieser Welt schwenkte Claudia Bögel-Hoyer am Sonntagmittag die karierte Flagge – und gab so die „Lions Classic“ frei. Daumen hoch hieß es dazu auch von Rolf Cosse.

Montag, 17.09.2018, 18:27 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 17:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 17.09.2018, 18:27 Uhr
Mit einem Flaggenschwenk schickte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer die Teilnehmer der „Lions Classic“ auf die Reise. Erster Starter war Manfred Hoge im grünen Mercedes SL, gefolgt von Heinrich Rummeling, der einen Roadster der gleichen Baureihe mit beigem Lack steuerte. Auch manch skurille Fahrzeug-Fahrer-Kombinationen konnten bewundert werden (kl. Bild).
Mit einem Flaggenschwenk schickte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer die Teilnehmer der „Lions Classic“ auf die Reise. Erster Starter war Manfred Hoge im grünen Mercedes SL, gefolgt von Heinrich Rummeling, der einen Roadster der gleichen Baureihe mit beigem Lack steuerte. Auch manch skurille Fahrzeug-Fahrer-Kombinationen konnten bewundert werden (kl. Bild). Foto: Schippers/Lehmkuhl

Die Charity-Fahrt ist seit Jahren fester Bestandteil der International Racedays, die der Steinfurter Automobil-Experte schon zum 9. Mal federführend organisiert hat. Auf einer Rundfahrt durch das Münsterland galt es für die Teilnehmer trotz zumeist PS-starker Fahrzeuge nicht in erster Linie, schnell zu fahren. Geschick, Wissen und auch etwas Glück waren gefragter, galt es doch, diverse Aufgaben zu lösen. Mit den Startgeldern unterstützten die Teilnehmer – Besitzer von seltenen Oldtimern waren ebenso unter ihnen wie die von modernen Ikonen – Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche.

Später am Sonntagnachmittag war Rolf Cosse so richtig in seinem Element. Der Inhaber der Deutschen Gesellschaft Automobiles Kulturgut aus Steinfurt pickte immer wieder die besonders exklusiven Automobile heraus, die gerade wieder von der rund 100 Kilometer langen Charity-Tour zurückkehrten und den historischen Marktplatz passierten. So stoppte der Automobil-Fachmann Dirk Baldauf. Der Steinfurter Architekt saß in einem rund 60 Jahre alten Jaguar XK 150 – dem Vorgängermodell des legendären E-Type, der ebenfalls bei den Racedays gastierte. „Dieses Modell steht zum Verkauf“, kündigte Baldauf an. Cosse nahm den vielen interessierten Zuschauern gleich den Wind aus den segeln und fügte hinzu: „Dafür muss man aber eine sechsstellige Summe aufbringen.“

Der Jaguar E-Type von 1962 hatte einen berühmten Vorbesitzer. Horst Lichter – allen Fernsehzuschauern bekannt als TV-Koch und als Moderator der Sendung „Bares für Rares“ – fuhr das für viele Autofans beste britische Auto aller Zeiten.

Rüdiger Dahlhaus aus Laer ist Spezialist für die Simson- und MZ-Zweiräder aus der ehemaligen DDR. Der Ostalgie-Liebhaber war mit einer Gruppe von Simson-Fahrerinnen und Fahrern auf dem Marktplatz. Er selbst saß auf einer Malaguti Baujahr 1968. Der italienischer Hersteller von Motorrädern, Motorrollern und Mofas wurde 1930 von Antonio Malaguti gegründet. Im November 2011 wurde das Werk geschlossen.

Auffällig viele alte Automobile aus den Vereinigten Staaten waren diesmal dabei. Riesige Acht-Zylinder mit großen Hubraum und Flügeln, wie von Chevrolet, Cadillac, Dodge oder Ford. Ein besonders tolles Exemplar präsentierte Rolf Cosse mit dem Chevrolet Corvette aus dem Jahr 1959.

Eines der Leitthemen der diesjährigen Racedays war „70 Jahre Porsche“. So hielten vis-à-vis des Alten Weinhauses drei 911er von 1971, 1980 und 2010. Laut Rolf Cosse „der beste Sportwagen aller Zeiten.“

Der Organisator der Racedays war mit der zweitägigen Veranstaltung, bei der auch moderne Antriebe wie Hybrid und Elektro gezeigt wurden, hoch zufrieden: „Am Samstag war der klassische Warm-up. Und am heutigen Tag stimmt das Wetter, die Quantität und Qualität. Darüber freue ich mich natürlich sehr.“

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