30 Jahre Renovierung Hollicher Mühle
Auch Taufen haben Tradition

Burgsteinfurt -

Ein Familien- und Taufgottesdienst stand am Sonntag, 30 Jahre nach der Wiedereröffnung der Hollicher Mühle, im Mittelpunkt des runden Geburtstags.

Montag, 24.09.2018, 16:33 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 23.09.2018, 21:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 24.09.2018, 16:33 Uhr
Simon Salewski war einer von Täuflingen, die beim Gottesdienst im Festzelt von Pfarrer Hans-Peter Marker in den Kreis der evangelischen Christen aufgenommen wurde.
Simon Salewski war einer von Täuflingen, die beim Gottesdienst im Festzelt von Pfarrer Hans-Peter Marker in den Kreis der evangelischen Christen aufgenommen wurde. Foto: Karl Kamer

Diese Feier hat bereits eine über 20-jährige Tradition: Sie entwickelte sich beim Nachtreffen einer Ferienfreizeit der Kirchengemeinde auf Borkum als Pfingstgottesdienst. Dafür hatten die Frauen des Mühlenvereins den Altar und die Tische festlich geschmückt.

Aufmerksam verfolgten die Gäste im dicht besetzten Zelt, wie vier Familien mit den Täuflingen Ben Hilgediek, Simon Salewski, Tessa Krühler und Vinz Bäumer an das Taufbecken traten und Pfarrer Hans-Peter Marker die Kinder taufte. Die gemeinsamen Lieder begleiteten der Pfarrer und Vikar Moritz Gräper auf ihren Instrumenten.

Nach dem Gottesdienst kümmerten sich die Hollicher Mühlenfrauen um leckeres Essen und Trinken mit selbst gebackenem Bauernbrot, Käse- Schinken- und Rosinenschnittchen. Dazu sorgten, wie am Vorabend „De Twenske Steier” und die „Hollicher Treckbüdelspieler” dafür, dass im Festzelt trotz Sturm und Regens eine gute Stimmung aufkam.

„Wir haben um Regen gebetet. Wir wollten ihn gerne haben. Dass er aber heute kommt, war nicht geplant. Aber er ist trotzdem sehr wertvoll“, sagte Obermüller Hans Knöpker zum ungemütlichen Wetter am Jubiläumstag.

Knöpker erinnerte sich gerne daran, als der damalige Oberkreisdirektor (OKD) Dr. Heinrich Hoffschulte mit dem Tierarzt Dr. Rolf Henning 1985 den Förderkreis Hollicher Mühle ins Leben rief. Der hatte sich zum Ziel gesetzt, die Mühle von Grund auf zu renovieren und wieder funktionsfähig zu machen. Deren technische Einrichtung und die Ausstattung des Mühlenkörpers waren allerdings nicht mehr der vorhanden.

Da erfuhr der OKD, dass in Neubukow – das damals noch in der DDR lag – eine zwar etwas größere, aber baugleiche Mühle noch in Betrieb war. Dr. Hoffschulte gab dem Ingenieur Hermann Ketteler den Auftrag, die Restaurierung der Hollicher Mühle nach dieser Vorlage abzustimmen und die Baumaßnahme in Hollich zu begleiten.

Durch diese ersten Kontakte entstanden später die Patenschaften mit dem Kreis Demmin und der Stadt Neubukow. Finanziert wurde die Restaurierung durch viele ehrenamtliche Helfer und Sponsoren. Immer noch zu finden sind zum Beispiel die kleinen hölzernen Windmühlen, die im Jugenddorf als Spardosen gefertigt und an öffentlichen Stellen für die Restaurierung der Mühle aufgestellt wurden. Am 24. und 25. September 1988 – also genau vor 30 Jahren – konnte die frisch restaurierte Hollicher Mühle mit einem riesigen Mühlenfest der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Bereits am frühen Morgen hatte der Festtag mit der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Hollicher Mühle begonnen. Mehr dazu lesen Sie in unserer morgigen Ausgabe.

Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6073940?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F186%2F
Preußen kassieren gegen Zwickau dritte Pleite am Stück
Fußball: 3. Liga: Preußen kassieren gegen Zwickau dritte Pleite am Stück
Nachrichten-Ticker