Partnergemeinde in Jagdalpur benötigt dringend finanzielle Unterstützung
7 Euro helfen einen Monat lang

Borghorst -

Pfarrer Heinrich Wernsmann hat am Wochenende über sein Herzensanliegen gepredigt. Die ersten Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. „Ein Spender will die Patenschaft für fünf Kinder übernehmen“, freut sich der Pfarrer im Ruhestand. Eine weitere Zusage hat er über die Kostenübernahme für ein Kind für ein Jahr. „Das ist doch ein guter Anfang“, freut sich Heinrich Wernsmann. Die Betonung liegt dabei auf Anfang. Der Hilferuf von den Freunden aus dem indischen Jagdalpur ist nämlich dramatisch. . .

Montag, 24.09.2018, 17:06 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 24.09.2018, 17:06 Uhr
104 Kinder gehen derzeit auf das katholische Internat in Jagdalpur. Da die indische Regierung immer mehr Druck aufbaut, wie die dortige Gemeinde berichtet, ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen.
104 Kinder gehen derzeit auf das katholische Internat in Jagdalpur. Da die indische Regierung immer mehr Druck aufbaut, wie die dortige Gemeinde berichtet, ist die Einrichtung auf Spenden angewiesen.

Das Internat in der indischen Partnergemeinde, besser gesagt, die 104 Kinder, die dort rund um die Uhr betreut werden, benötigen dringend Unterstützung. Josef Pohlmann aus dem Leitungsteam der Borghorster Kolpingsfamilie war schon selbst in Indien und weiß deshalb mehr: „Die indische Regierung baut immer mehr Druck gegen den Fortbestand des katholischen Internats auf.“ Willkommener Anlass, diesen zu erhöhen, war unlängst der Tod eines der Kinder, das an einer schweren Krankheit litt und auf dem Weg ins Krankenhaus starb. Josef Pohlmann: „Den Behörden ist die Existenz eines christlich geführten Internats schon lange ein Dorn im Auge.“

Pfarrer Wernsmann , Josef Pohlmann und viele Mitstreiter in der Pfarrgemeinde wollen helfen – und verteilen seit einigen Tagen auffällige Sammeldosen mit einem angeklebten Holzlöffel. Die einfache Botschaft: Für nur sieben Euro kann ein Internatskind einen Monat lang mit Nahrung versorgt werden. „Mit so einer Patenschaft übernehmen die Spender aktive Zukunftssicherung“, betont Josef Pohlmann. Die Dosen mit dem Löffel sollen durch möglichst viele Hände gehen, die natürlich alle einen finanziellen Beitrag für die Hilfe in der Partnergemeinde leisten sollen.

Das Internat in Jagdalpur ist schon mit Unterstützung aus Borghorst entstanden. So fasste der Indienkreis zur Verabschiedung von Pater Theo den Entschluss, ihm als Abschiedsgeschenk finanzielle Hilfe für das Internat mit auf den Weg zu geben. Wie schrieb Pater Josey noch in seinem Brief an die Pfarrgemeinde? „Nur die Bildung kann ein Wegweiser für die Entwicklung der Menschen sein.“ Bildung sei die bedeutsamste Antwort auf die vielen Probleme in der Region. So seien derzeit immer noch 60 Prozent der Bevölkerung Analphabeten. Darum hat die katholische Gemeinde schon im Jahr 2013 eine Grundschule gebaut. Da aber viele Familien weiter entfernt wohnen, kam rasch der Wunsch nach einem Internat auf.

Anfänglich wurde ein Zimmer in der Grundschule zum Internat umfunktioniert. Später kam dann der Neubau. Die notwendigen 50 000 Euro wurden maßgeblich aus Steinfurt beigesteuert.

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Wer nicht warten kann oder möchte, bis ihm eine der Kochlöffel-Spendendosen weitergereicht wird, kann auch direkt auf das Indienkonto der Pfarrgemeinde St. Nikomedes: Kath. Kirchengemeinde – Indienkonto, IBAN: DE79 4036 1906 4341 0085 01, BIC: GENODEM1IBB, Stichwort Kochlöffel-Aktion spenden

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