CDU-Bürgermeisterkandidatin
Lindemann bewirbt sich in Spelle

Steinfurt -

Steinfurts Erste Beigeordnete Maria Lindemann möchte Bürgermeisterin werden. In ihrer Heimat Spelle geht die 50-Jährige für die CDU ins Rennen um den Chefposten im Rathaus der Samtgemeinde. Zuvor muss sie allerdings noch einen innerparteilichen Gegenkandidaten ausschalten. Die Mitglieder der Partei entscheiden bei einer Versammlung am 8. November, mit welchem Bewerber sie antreten werden. Lindemann selbst schätzt ihre Chancen auf 50:50 ein, wie sie im Gespräch mit dieser Zeitung sagte.

Montag, 01.10.2018, 14:30 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 30.09.2018, 15:44 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 01.10.2018, 14:30 Uhr
Maria Lindemann bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in ihrer Heimatgemeinde Spelle. Am Donnerstag ging sie als zweite Bewerberin neben Stefan Sändker (r.) aus einer erweiterten Vorstandssitzung des CDU-Samtgemeindeverbandes hervor. In der Mitte CDU-Chef Klaus Santen.
Maria Lindemann bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in ihrer Heimatgemeinde Spelle. Am Donnerstag ging sie als zweite Bewerberin neben Stefan Sändker (r.) aus einer erweiterten Vorstandssitzung des CDU-Samtgemeindeverbandes hervor. In der Mitte CDU-Chef Klaus Santen.

Dabei legt sie Wert auf die Feststellung, dass es weder der Blick aufs Geld noch Unzufriedenheit in ihrem jetzigen Posten ist, die sie ihren Hut in den Ring werfen ließ. „Spelle ist meine Heimat. Nur darum möchte ich diese Chance sehr gerne wahrnehmen und mir nicht irgendwann den Vorwurf machen müssen, es damals nicht versucht zu haben“, so die Erste Beigeordnete.

Maria Lindemann hat inzwischen ihre Chefin, Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer, und die Spitzen der Ratsfraktionen über ihre Bewerbung informiert. Wie sie in ihrer Mail erläutert, wurde sie von der Speller CDU angesprochen, ob sie sich eine Kandidatur vorstellen könne. „Dieses habe ich bejaht“, schreibt die Dezernentin.

Die Bürgermeisterwahl soll in der Samtgemeinde, die aus den drei Kommunen Spelle, Schapen und Lünne besteht, am 26. Mai, dem Tag der Europawahl, stattfinden. Gewinnt Maria Lindemann, würde sie zum 1. November in ihr neues Amt wechseln. Sie strebt nach den Worten des Vorsitzenden des CDU-Samtgemeindeverbandes, Klaus Santen, zwei Amtsperioden an, wie die Lingener Tagespost am Samstag berichtete. Dass der Bewerber – oder die Bewerberin – der Christdemokraten gewinnt, gilt als ausgemachte Sache. Die Partei hatte bei der letzten Kommunalwahl eine Mehrheit von 76 Prozent. . .

Der Gegenkandidat der Ersten Beigeordneten heißt Stefan Sändker, ist 48 Jahre alt, seit 2012 Dezernent für Innere Dienste im Speller Rathaus und seit 2007 Geschäftsführer der Hafen Spelle-Venhaus GmbH. Er verfügt wie Maria Lindemann über langjährige Verwaltungserfahrung und stammt ebenfalls aus Spelle.

Auch die Erste Beigeordnete kennt das Rathaus in Spelle gut. Die Diplom-Kauffrau FH hatte dort die Fachbereichsleitung für Ordnungsverwaltung und Bürgerservice inne. Erste Beigeordnete in Steinfurt und damit Nachfolgerin von Dirk Wigant ist Lindemann seit vier Jahren. Zuvor war sie Allgemeine Vertreterin in der Sauerland-Kommune Marsberg. Davor leitete sie drei Jahre lang den Fachbereichsleiterin für Bildung, Familie, Generationen und Kultur in Telgte.

Der Wechsel auf den Bürgermeisterstuhl in Spelle hätte aufgrund der geringeren Einwohnerzahl, die Samtgemeinde hat rund 14 000 Bürger, keinen Gehaltssprung nach oben zur Folge. Der Dezernentenposten ist mit A 16 eingestuft.

Boltz, Terhalle, van Lindt, Gläseker, Wigant, Lindemann – die Liste der Ersten Beigeordneten der letzten Jahre ist lang. Dabei beträgt die Dienstzeit für diesen Wahlbeamten eigentlich acht Jahre. . .

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