Gewaltvorwürfe
Polizei ermittelt gegen Lehrerin

Steinfurt -

Die Vorwürfe der Eltern gegen eine Lehrerin aus Steinfurt sind außergewöhnlich. So außergewöhnlich, dass jetzt sogar die Polizei der Sache auf den Grund zu gehen versucht.

Mittwoch, 10.10.2018, 19:35 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 10.10.2018, 19:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Mittwoch, 10.10.2018, 19:35 Uhr
Die Polizei ermittelt gegen eine Grundschullehrerin der Heinrich-Neuy-Schule in Steinfurt-Borghorst.
Die Polizei ermittelt gegen eine Grundschullehrerin der Heinrich-Neuy-Schule in Steinfurt-Borghorst. Foto: Axel Roll

Nachdem eine Lehrerin in Steinfurt Kinder gewürgt und an ihren Haaren gezogen haben soll, ermittelt nun die Polizei. Sie soll prüfen, ob die bislang eingegangenen drei Anzeigen von Eltern, die sich mit Vorfällen in der Heinrich-Neuy-Schule im Stadtteil Borghorst befassen, auf mögliche Straftaten hindeuten.

Ermittlungsergebnisse gehen an Staatsanwaltschaft

„Das kann sich sehr umfangreich gestalten, wir müssen sehr behutsam und objektiv mit der Sache umgehen“, deutete ein Sprecher der Polizei an, dass mit Ergebnissen so bald nicht zu rechnen sei. Schließlich müssten neben Lehrern, Eltern und Zeugen auch die betroffenen Kinder selbst gefragt werden. Wenn sich die Polizei ein umfassendes Bild von der Sachlage gemacht hat, werde sie ihre Ergebnisse an die Staatsanwaltschaft in Münster weiterleiten, die dann prüft, ob sie strafrechtliche Ermittlungen einleitet.

Vorwurf massiver psychischer und körperlicher Übergriffe

Am Montag hatten sich Eltern eines dritten Schuljahrs der Borghorster Grundschule in einem Schreiben an die Schulaufsicht und andere Stellen gewandt, in dem sie einer Lehrerin massive psychische und körperliche Übergriffe gegen ihre Kinder vorwerfen. Unter anderem soll sie Schüler am Hals gewürgt, an den Haaren gezogen und ihnen verboten haben, mit anderen darüber zu sprechen.

Nach der Berichterstattung in unserer Zeitung hatten sich weitere Eltern auch von ehemaligen Schülern gemeldet, die ebenfalls von Auffälligkeiten im Verhalten der Lehrerin berichteten. Daraufhin hatte das Schulamt des Kreises Steinfurt die Prüfung der Vorwürfe an die Bezirksregierung in Münster weitergegeben.

Die Lehrerin selbst ist bis zur Klärung der Vorwürfe vorerst nicht mehr an der Schule tätig.

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