Besondere Ausstellung
Hobby mit pädagogischem Wert

Steinfurt -

Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer eröffnete am Samstag die zweitägige Vereinsschau des Rassegeflügel-Zuchtvereins (RGZV) Steinfurt im Haus der Bürger/Martin-Luther-aus (MLH). Es erinnerte sie an ihre Kindheit, in der Vater selbst Hühner besaß und es überhaupt noch ganz „normal“ war, im Garten Geflügel zu halten, meinte sie. Der Verein stellte den Preisrichtern rund 200 Hühner, Zwerghühner, Gänse und Tauben vor, viele Züchter nahmen Preise mit nach Hause. Auch der Partnerverein aus Ostrau in Sachsen-Anhalt beteiligte sich mit weit über 40 Tieren.

Sonntag, 21.10.2018, 15:36 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 21.10.2018, 15:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 21.10.2018, 15:36 Uhr
Preisträger und Offizielle bei der Ausstellungseröffnung am Samstag.
Preisträger und Offizielle bei der Ausstellungseröffnung am Samstag. Foto: Nix

Der Laie wundert sich, welche lautlichen Ausdrucksmöglichkeiten Geflügel haben kann. Da kräht es, ruft es und kreischt es bunt durcheinander und der Fachmann wird die Geräusche sicherlich schnell einer bestimmten Rasse zuordnen können. Am Samstag eröffnete Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer die zweitägige Vereinsschau des Rassegeflügel-Zuchtvereins (RGZV) Steinfurt im Haus der Bürger/Martin-Luther-aus (MLH). Es erinnerte sie an ihre Kindheit, in der Vater selbst Hühner besaß und es überhaupt noch ganz „normal“ war, im Garten Geflügel zu halten.

Der Verein stellte den Preisrichtern rund 200 Hühner, Zwerghühner, Gänse und Tauben vor, viele Züchter nahmen Preise mit nach Hause. Auch der Partnerverein aus Ostrau in Sachsen-Anhalt beteiligte sich mit weit über 40 Tieren.

Erster Vorsitzender Christian Kock begrüßte neben Bögel-Hoyer die Bundestagsabgeordnete Ingrid Arndt Brauer, die Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking, den Kreisverbandsvorsitzenden Günter Hessel, die Kreisjugendleiterin Sonja Webers, Ausstellungsleiter Jürgen Webers und die Abordnung aus Ostrau.

„Als Besonderheit haben wir diesmal ein Gehege mit Zwerg-Cochin-Hühnern eingerichtet“, sagte der erfahrene Züchter Horst Bastian . Vor rund 170 Jahre wurde diese Art, die zu den so genannten „Ur-Zwergen“ gehört, aus China importiert. Die federreichen, tiefgestellten und im Ganzen gut gerundeten Hühner werden mittlerweile gern in Deutschland gezüchtet.

„Das Hobby der Geflügelzucht hat heute auch einen pädagogischen Wert“, so Bastian. Im schnelllebigen Computerzeitalter sei es wichtig, Menschlichkeit und Herzenswärme zu behalten, wozu auch der Umgang mit Tieren beitragen würde. Es sei wichtig, dies gerade Kindern zu vermitteln. So gibt es im RGZV eine engagierte Jugendgruppe.

Große Aufmerksamkeit erregten die „Steinbacher Kampfgänse“. Tatsächlich wurden die stattlichen Ganter am Ende des 19. Jahrhunderts dazu abgerichtet, im Kampf gegeneinander anzutreten. Man traf sich in der Dorfkneipe, steckte mit Heuballen ein Areal ab und man wettete, welches Tier wohl gewinnen würde. Die Möglichkeiten der Zerstreuung waren für die Menschen jenes Zeitalters eben weit dünner gesät als im 21. Jahrhundert. Heute werden natürlich keine Kämpfe mehr veranstaltet. Imposant, wenn auch nicht sehr groß waren ebenso die „Shamos“- Kampfhühner aus Asien, hochbeinig und vom Aussehen ein wenig an Raubvögel erinnernd.

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