Mitgliederausstellung des Kunstvereins
Vom Reisen und Hierbleiben

Burgsteinfurt -

Kunst kann glücklich machen, da ist sich Regina Hemker-Möllering, Vorsitzende des Kunstvereins Steinfurt, ganz sicher. Am Freitag eröffnete sie gemeinsam mit Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer die Mitgliederausstellung 2018 im Huck-Beifang-Haus. Wie kreativ die Kunstschaffenden sind, wurde der Vorsitzenden wieder einmal an dem Abend deutlich, als sie ihre Werke ins Domizil des Vereins an der Hahnenstraße trugen. „Wir haben in unserer Stadt eine unglaubliche kulturelle Vielfalt“, betonte die Bürgermeisterin, „ich finde, eine Gesellschaft wird getragen durch Kunst und Kultur.“

Sonntag, 28.10.2018, 19:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 28.10.2018, 19:00 Uhr
Sabine Sitte (l.) führte in die Ausstellung der Kunstverein-Mitglieder ein. 22 Künstlerinnen und Künstler zeigen im Huck-Beifang-Haus ihre Werke aus Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Literatur.
Sabine Sitte (l.) führte in die Ausstellung der Kunstverein-Mitglieder ein. 22 Künstlerinnen und Künstler zeigen im Huck-Beifang-Haus ihre Werke aus Malerei, Bildhauerei, Fotografie und Literatur. Foto: nix

Sensibel und punktgenau führte Sabine Sitte in die Ausstellung ein. „22 Künstlerinnen und Künstler präsentieren uns ab heute ihre Arbeiten der Malerei, Fotografie, Bildhauerei und Literatur“, erläuterte sie. Ein Thema war nicht vorgegeben und so stand die Frage im Raum, ob es denn doch ein verbindendes Element zwischen all den Werken geben könnte. „Mir erzählt diese Ausstellung vom Reisen“, sagte Sitte, „und vom Hierbleiben.“ Sie aktivierte das „Kino im Kopf“ und entdeckte vielfältige Geschichten. „Sie werden uns über Kontinente, in nahe und ferne Länder tragen, in eisige Gefilde, karge Landschaften und üppige Vegetationen mit prächtiger Flora und Fauna führen“, erklärte die Frau, die mit ihren Betrachtungen als „Wortkünstlerin“ brillierte. So lädt sie die Betrachter der Exponate ein, ins Meer hinabzutauchen und auf Gipfel zu steigen, durch die Jahreszeiten zu Reisen und ein bisschen auch durch die Zeit.

Detailliert wurden die Ausstellungsstücke jedes einzelnen Kunstschaffenden betrachtet. Da geht es neben vielen anderen Themen um den „Zahn der Zeit“, eine Begegnung mit Vergänglichkeit kulminiert in der Darstellung eines alten Gebäudes. „Sri Lanka vor und nach dem Tsunami“ ist eine Dokumentation des 26. Dezembers 2004 in zwei Acrylbildern und macht betroffen. 30 000 Menschen starben bei dieser Naturkatastrophe, Bilder sagen mehr als 1000 Worte. Die „Phantasie in blau“ lässt die Weite blauer Berge spüren, ist eine eigenwillige Hommage an die Natur. Figuren aus Ton vom „Liebespaar“ über den „Gitarrenspieler“ bis hin zum „Denker“ bilden eine Gemeinschaft eigenständiger Persönlichkeiten, entstanden aus Zufall, gelenkt von Sehnsüchten und Ängsten. Portraits in Acryl zeigen zwei Frauen, zwei Länder, zwei Welten.

So kann sich der Betrachter inspirieren lassen von der Vielschichtigkeit künstlerischer Wahrnehmungswelten und dabei seine ganz persönlichen Assoziationen entfalten. Die Ausstellung ist bis zum 25. November zu erleben, Gelegenheit besteht jeweils samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

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