Campus-Dialoge
Wider die Mär vom Elfenbeinturm

Steinfurt -

Sie hält sich hartnäckig, die Mär vom Wissenschaftler, der abgeschieden von der Außenwelt im Elfenbeinturm an alltagsfernen Themen forscht. Diese Vorstellung aufzubrechen und den Austausch zwischen Hochschule und Otto Normalbürger zu fördern, war von Beginn an eines der Hauptziele der Campus-Dialoge.

Donnerstag, 15.11.2018, 16:26 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 16:26 Uhr
Freuen sich über die erfolgreiche Kooperation (v.l.): Dr. Barbara Herrmann (Kulturforum) sowie Holger Dietrich und Denise Brasch vom FH-Hochschulmarketing.
Freuen sich über die erfolgreiche Kooperation (v.l.): Dr. Barbara Herrmann (Kulturforum) sowie Holger Dietrich und Denise Brasch vom FH-Hochschulmarketing. Foto: rs

Sie hält sich hartnäckig, die Mär vom Wissenschaftler, der abgeschieden von der Außenwelt im Elfenbeinturm an alltagsfernen Themen forscht. Diese Vorstellung aufzubrechen und den Austausch zwischen Hochschule und Otto Normalbürger zu fördern, war von Beginn an eines der Hauptziele der Campus-Dialoge. Mit der Veranstaltung „Cannabis freigeben?! – Vortrag aus Sicht der Toxikologie“ hoben die beiden Kooperationspartner Kulturforum Steinfurt und Fachhochschule Münster die Reihe im November 2015 aus der Taufe. Nach der zehnten Auflage ist es Zeit, ein Zwischenfazit zu ziehen.

Und das fällt durchweg positiv aus. „Das Interesse an den Veranstaltungen ist stetig gestiegen“, sieht Kulturforum-Direktorin Dr. Barbara Herrmann das Konzept, interessierten Bürgern Einblicke in die Welt der Naturwissenschaften zu ermöglichen und möglichst anschaulich deren Einfluss auf den Alltag zu zeigen, bestätigt.

Für das Kulturforum sei es wichtig, externe Kooperationen zu pflegen, um so neue Weiterbildungsperspektiven zu eröffnen. Denn Lernen gelinge nicht nur an einem bestimmten Ort, der Seminarraum heißt. Sich mit weiteren Bildungsträgern zu vernetzen, sei das Gebot der Stunde. Mit der FH sei dies gleich zweifach gelungen: Neben den Campus-Dialogen existiere mit der Kinder-Uni eine zweite, sehr erfolgreiche Zusammenarbeit.

„Wissenschaftliche Ergebnisse werden in der Bevölkerung häufig in Frage gestellt.“ Diese Feststellung habe die FH mit dazu bewogen, die Campus-Dialoge ins Leben zu rufen und sich zu öffnen, sagt Holger Dietrich, Leiter des Marketings der Hochschule. Die Professoren ziehen mit. „Sie sind gegenüber unseren Anfragen sehr offen“, ergänzt FH-Marketing-Referentin Denise Brasch. Ganz bewusst würden auch lokale Unternehmen in die Reihe eingebunden. So könne der Nutzen wissenschaftlicher Erkenntnisse ganz praktisch verdeutlicht werden. Die Kooperation mit dem Kulturforum stelle einen großen Mehrwert dar – zum Beispiel durch erweiterte Kontaktmöglichkeiten oder Ideen.

Gerne greifen die Kooperationspartner aktuelle Themen auf. So steht im kommenden Frühsommer das wachsende Problem der Mikroplastik-Belastung im Fokus, kündigte Dietrich an. Zuvor heißt es jedoch am kommenden Donnerstag (22. November) „Immer der Nase nach! Was Gerüche bedeuten und wie sie unseren Alltag beeinflussen“. Die beiden Professoren Dr. Isabelle Franzen-Reuter und Dr. Thomas Schupp erklären dann die unterschiedliche Wahrnehmung von Gerüchen. Die Veranstaltung im Hörsaal L5 auf dem Campus an der Stegerwaldstraße 39 beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

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