Zahlreiche Einbrüche und Vandalismus haben überhand genommen
Videokameras fürs Schulzentrum

Münster-Wolbeck -

Die Entscheidung für die Installation von Videokameras am Schulzentrum ist gefallen, weil es sich um die effektivste Gegenmaßnahme handeln soll.

Donnerstag, 15.11.2018, 22:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 15.11.2018, 22:00 Uhr
Mit der Installation von Videokameras soll den Einbrüchen und dem Vandalismus am Wolbecker Schulzentrum möglichst ein Ende gesetzt werden.
Mit der Installation von Videokameras soll den Einbrüchen und dem Vandalismus am Wolbecker Schulzentrum möglichst ein Ende gesetzt werden. Foto: colourbox.com

Das Wolbecker Schulzentrum wird wie auch das Schulzentrum in Hiltrup im Rahmen eines Pilotprojektes mit einer Videoüberwachung ausgestattet. Die Gelder seien bereits im Haushalt der Stadt Münster dafür bereitgestellt, erklärt Schulamts Klaus Ehling auf Anfrage dieser Zeitung. Für eine Videoüberwachung habe man sich entschieden, da sie als wirksamste Gegenmaßnahme gegenüber den zahlreichen Einbrüchen und der beträchtlichen Häufung an Fällen von Vandalismus an der Hauptschule, der Realschule und am Gymnasium einzustufen sei.

Zahlreiche „Runde Tische“ unter Beteiligung zahlreicher Ämter, Lokalpolitikern und den Schulleitungen haben in der Vergangenheit bereits stattgefunden und stehen zukünftig nach wie vor im Terminkalender der Beteiligten.

„Es galt zunächst viele grundlegenden Probleme zu besprechen und zu lösen, die mit der Installation einer Videoüberwachung an Schulen verknüpft sind“, erklärte Ehling. Als da sind zum Beispiel datenrechtliche Fragen, bei denen es in erster Linie um die Löschung der Aufnahmen geht.

Diskutiert wurde natürlich auch, dass aus datenschutzrechtlicher Sicht die Installierung einer Videokamera einen massiven Eingriff in die Grundrechte der Schüler bedeute. Ausgeschlossen sollte deshalb möglichst eine Überwachung während der Schulzeit. „Die käme für das Wolbecker Schulzentrum ohnehin nicht Frage, da hier eine Videoüberwachung ausschließlich nachts und an den Wochenenden erfolgen soll“, so Ehling. Fragen zur möglichst effektivsten Anbringung solcher Kameras und deren Gestaltungsform muss noch diskutiert und entschieden werden.

Es war der letzte nächtliche Einbruch in die Turnhalle am Wolbecker Schulzentrum gewesen, der den Ausschlag für das Engagement der drei Schulleitungen gegeben hatte, sich für die Installation für einer Videoüberwachung stark zu machen. „Und ich freue mich einfach sehr, dass wir mit diesem Wunsch bei unserem Schulträger auf Unterstützung gestoßen sind“, erklärt Edith Verweyen-Hackmann, Schulleiterin des Gymnasiums, die sich, wie sie sagt, im Vorfeld an einer Schule in Telgte, an der eine Videokamera installiert ist, über die dort gemachten Erfahrungen informiert hatte.

Ihre Meinung an einem der „Runden Tisch“ eingebracht hat natürlich Christa Stuckenberg-Sitterberg, Schulleiterin der Realschule. „Die Schäden durch den Vandalismus waren einfach immens hoch“, sagt sie und das Ziel nicht nur ihrer Schule sei immer auf Prävention ausgerichtet.

„Jetzt haben auch Initiativen an unseren Schule wieder eine Perspektive, sich in die attraktive Gestaltung unseres Schulgeländes einbringen, ohne Angst zu haben, dass Vandalismus wieder alles zu Nichte machen könnte“, spricht Edith Verweyen-Hackmann eine weitere wichtige Konsequenz für die Schulen an. Und sie denkt dabei ganz explizit an die Schülervertretung, die dort ein paar zusätzliche Bänke aufbauen möchte.

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