Pfarrer Erich Mathias
Die Ökumene liegt ihm am Herzen

Burgsteinfurt -

Er ist ein Verfechter der Ökumene, aber zugleich auch Realist genug, um zu erkennen, dass der Weg dahin noch ein weiter sein wird: Pfarrer Erich Mathias ergänzt seit kurzem das aus den Pfarrern Guido Meyer-Wirsching und Hans-Peter Marker bestehende Pfarrteam der Evangelischen Kirchengemeinde Burgsteinfurt.

Dienstag, 20.11.2018, 16:30 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 20.11.2018, 16:30 Uhr
Erich Mathias ist der neue Seelsorger im Pfarrteam der Ev. Kirchengemeinde Burgsteinfurt. Der 62-jährige Geistliche stammt gebürtig aus der Nachbarschaft.
Erich Mathias ist der neue Seelsorger im Pfarrteam der Ev. Kirchengemeinde Burgsteinfurt. Der 62-jährige Geistliche stammt gebürtig aus der Nachbarschaft. Foto: rs

Er ist ein Verfechter der Ökumene, aber zugleich auch Realist genug, um zu erkennen, dass der Weg dahin noch ein weiter sein wird: Pfarrer Erich Mathias ergänzt seit kurzem das aus den Pfarrern Guido Meyer-Wirsching und Hans-Peter Marker bestehende Pfarrteam der Evangelischen Kirchengemeinde Burgsteinfurt. Hintergrund ist die Wahl von Hans-Peter Marker zum stellvertretenden Superintendenten des Kirchenkreises (wir berichteten). „Da dieses Amt mit vielen zusätzlichen Aufgaben einhergeht, werde ich ihn in der Gemeinde vertreten“, sagt der 62-jährige Geistliche.

Katholizismus und Protestantismus – Erich Mathias kennt beide christlichen Konfessionen gut. Groß wird der Arbeitersohn in Rheine in katholischem Umfeld. Und kommt auch mit kirchlichen Organisationen in Berührung: Er leitet eine katholische Jugendgruppe, organisiert Zeltlager. Nach dem Besuch der Hauptschule strebt er eine handwerkliche Berufskarriere an, absolviert eine Lehre als Kfz-Elektriker. „Handwerkliches Können habe ich noch immer, aber an modernen Autos könnte ich wohl nichts mehr ausrichten“, lacht der Wahl-Altenberger.

Aber er merkt bald, dass in seinem Leben noch eine andere Berufung auf ihn wartet: Er macht sein Abitur an einem Kolleg in Bad Driburg, absolviert seinen Zivildienst und studiert anschließend in Münster, Heidelberg und Bern Theologie. Als Gemeindepfarrer ist er über 20 Jahre im ostwestfälischen Delbrück tätig. Dann kommt die Versetzung nach Altenberge. „Ich wollte etwas Neues machen – gerne nahe meines Heimatortes“, beschreibt der Vater zweier Kinder die damalige Situation.

Und nun also Burgsteinfurt. Was ihn an der neuen Gemeinde auffällt? „Die Pfarrer haben einen enorm hohen Bekanntheitsgrad. Zudem wissen die Gemeindeglieder ganz hervorragend darüber Bescheid, was aktuell in ihrer Gemeinde läuft“, hat er festgestellt. Er selbst ist noch im Kennenlernprozess, schnuppert hinein in die vielen Kreise und Gremien der Burgsteinfurter Gemeinde, die, wie er sagt, sehr feingliedrig organisiert ist. Und, eine weitere Besonderheit, einen besonderen Fürsprecher hat: „Christian Fürst zu Bentheim und Steinfurt durfte ich auch schon mehrfach in einem Gottesdienst begrüßen“, findet er es eindrucksvoll, dass der Patron so präsent ist.

Indes: So ganz für sich haben die Burgsteinfurter Gemeindeglieder den neuen Geistlichen im Pfarrteam nicht. Pfarrer Mathias ist mit einer halben Stelle in der Nachbargemeinde in Emsdetten tätig. „Diese beiden Aufgaben wollen gut aufeinander abgestimmt sein“, sagt der Geistliche.

Was den Aufgabenumfang anbelangt, so wird Pfarrer Mathias alle seelsorgerischen Tätigkeiten ausüben – von der Taufe bis zu Krankenbesuchen. Und natürlich wird er, soweit es die Zeit zulässt, auch seinen Hobbys nachgehen. Er liebt es, mit dem Rad durchs Münsterland zu fahren, sich sportlich fit zu halten, zu reisen und zu wandern.

Nicht zuletzt wird er auch den von ihm schon zu Altenberger Zeiten initiierten Literaturkreis beibehalten. Ein Ort, in dem sich trefflich über eines seiner Lieblingsthemen, die Ökumene, reflektieren lässt. „Beide Konfessionen können viel voneinander lernen“, sagt er. Wer könnte es besser beurteilen als er?

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