Buß- und Bettagsversammlung der Ev. Kirchengemeinde Burgsteinfurt
Die Entwicklung im Auge behalten

Burgsteinfurt -

Die Zahl der Gemeindeglieder in der Evangelischen Kirchengemeinde Burgsteinfurt geht langsam zurück. Von 7199 im Jahr 1985 schrumpfte sie auf aktuell 5481. Da die Zuweisung der Kirchensteuermittel von eben diesen Zahlen abhängt, ist auf Dauer mit einer Kürzung der finanziellen Zuwendungen zu rechnen.

Donnerstag, 22.11.2018, 15:26 Uhr
Informierten über die aktuelle Situation der Gemeinde (v.l.): Guido Meyer-Wirsching, Simone Schnaars, Christa Feldkamp, Cornelia Weseloh, Hans-Peter Marker, Manfred Rauer und Ulrike Lagemann (es fehlt Walter Krebs).
Informierten über die aktuelle Situation der Gemeinde (v.l.): Guido Meyer-Wirsching, Simone Schnaars, Christa Feldkamp, Cornelia Weseloh, Hans-Peter Marker, Manfred Rauer und Ulrike Lagemann (es fehlt Walter Krebs). Foto: nix

Trotz Mieteinnahmen und Ähnlichem sind die Kirchensteuern von zentraler Bedeutung. „Zurzeit ist die Situation noch keineswegs dramatisch“, betonte Walter Krebs jetzt während der Gemeindeversammlung. Man müsse die Entwicklung jedoch sehr genau im Auge behalten, so der Vorsitzende des Finanz- und Friedhofsausschusses. Als „beeindruckend“ bezeichnete Krebs die Spendenfreudigkeit der Gemeinde: Mehrere Projekte wie die Arbeit von Christa Maria Stark im peruanischen Cajamarca oder das Haus Akcsa könnten großzügig unterstützt werden.

Trotz Schrumpfungsprozess schaut die Gemeinde optimistisch und aktiv in die Zukunft. Das wurde bei der gut besuchten Versammlung am Buß- und Bettag deutlich, zu der die Pfarrer Guido Meyer-Wirsching und Hans-Peter Marker begrüßten. Pfarrer Manfred Rauer leitete die Versammlung. Neben den Seelsorgern und Krebs berichteten Ulrike Lagemann, Cornelia Weseloh sowie Christa Feldkamp über die Situation in den Gruppen der Gemeinde. Meyer-Wirsching stellte zudem Pfarrer Erich Mathias vor, der das Pfarrteam jetzt unterstützt.

Ein wichtiger Aspekt vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung ist die Kooperation mit der Kirchengemeinde Borghorst-Horstmar-Laer. Schon seit einigen Jahren praktiziert, funktioniert die Zusammenarbeit mittlerweile auf mehreren Ebenen unkompliziert und gut. So vertreten sich die Pfarrer gegenseitig, Kantorin Simone Schnaars ist musikalisch ebenfalls bei den Nachbarn unterwegs und Cornelia Weseloh berichtete über eine lebendige gemeinsame Konfirmandenarbeit.

Eine „Zukunftskonferenz“ befasste sich mit der Frage, wie sich die Zusammenarbeit von haupt- und ehrenamtlichen Kräften aus beiden Gemeinden weiter fruchtbar gestalten lässt. „Die Befürchtungen hinsichtlich des Zusammenrückens sind gar nicht so groß“, betonte Marker, „wir machen uns miteinander auf den Weg.“

In 2019 feiert die Frauenhilfe ihr 100-jähriges Bestehen. Am 29. März wird es dazu ein besonderes Jahresfest geben, am 26. April will die Frauenhilfe sich auf dem Markt vorstellen und mit Menschen ins Gespräch kommen, wie Weseloh ankündigte. Am 19. Mai steht eine Ausstellungseröffnung in der Großen Kirche auf dem Programm. „Wir sind vielseitiger, als Sie vielleicht denken“, hob die Vorsitzende hervor. Am 30. Juni soll es einen Festgottesdienst geben, an dem sich unter anderem der CVJM-Posaunenchor und der Kinderchor beteiligen. Auch auf dem Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund ist die Frauenhilfe vertreten.

Meyer-Wirsching sprach das Projekt „Atempause“ an, das gemeinsam mit dem Kulturforum auf den Weg gebracht wurde. Prominente werden dabei zu bestimmten Themen eingeladen, Näheres folge in Kürze, fügte der Geistliche an. Nicht zuletzt lobte Hans-Peter Marker das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde und merkte an, dass in Sachen Gartenarbeit noch Freiwillige willkommen sind.

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