Neue Radabstellanlage ist fertiggestellt
Bahnhof wird fahrradfreundlicher

Burgsteinfurt -

Die Pendler haben sie sofort in Beschlag genommen: Seit Ende vergangener Woche ist die neue Fahrradabstellanlage an der Ostseite des Bahnhofs Burgsteinfurt fertiggestellt – und hat dessen Benutzerfreundlichkeit für Zweiradfahrer deutlich erhöht. Wo früher rund um die Rampe das Parkchaos herrschte, besteht nun die Möglichkeit, den Drahtesel geordnet an Anlehnbügel abzustellen und zu verschließen.

Freitag, 23.11.2018, 13:52 Uhr aktualisiert: 25.11.2018, 20:48 Uhr
Wolfgang Spille (r.) und Jürgen Gesenhues vom Fachdienst Tiefbau freuen sich über die Fertigstellung der neuen Fahrradabstellanlage am Burgsteinfurter Bahnhof. 70 000 Euro sind dafür investiert worden.
Wolfgang Spille (r.) und Jürgen Gesenhues vom Fachdienst Tiefbau freuen sich über die Fertigstellung der neuen Fahrradabstellanlage am Burgsteinfurter Bahnhof. 70 000 Euro sind dafür investiert worden. Foto: Ralph Schippers

Die Pendler haben sie sofort in Beschlag genommen: Seit Ende vergangener Woche ist die neue Fahrradabstellanlage an der Ostseite des Bahnhofs Burgsteinfurt fertiggestellt – und hat dessen Benutzerfreundlichkeit für Zweiradfahrer deutlich erhöht. Wo früher rund um die Rampe das Parkchaos herrschte, besteht nun die Möglichkeit, den Drahtesel geordnet an Anlehnbügeln abzustellen und zu verschließen.

„Es gibt eine große Klientel von Radpendlern, die sich nicht an die Vorgaben der Radstation mit Schließsystem und Kartennutzung binden will“, sagt Wolfgang Spille . Für diese Nutzer sei die Abstellanlage errichtet worden, so der Fachdienstleiter Tiefbau der Stadt. Dass er mit dieser Einschätzung richtig liegt, zeigt die bereits rege Nutzung der insgesamt 41 Bügel mit je zwei Stellplätzen, die installiert worden sind.

In die gerade frisch abgeschlossene Baumaßnahme an der Ostseite integriert war auch eine Verbreiterung der Wegeführung für Radler, die von der Rampe auf den Busbahnhofsbereich fahren. Um zu verhindern, dass diese direkt auf die Fahrbahn wechseln, sei der Bordstein bewusst nicht abgesenkt worden, wie von der Politik angeregt, so Spille. „Aus Sicherheitsgründen“, wie der Fachdienstleiter betont.

Stattdessen haben die Radler nun mehr Platz, um einen Bogen zu fahren und parallel zum Bahnhofsplatz auf einem gesondert geführten Radweg zur Bahnhofstraße zu kommen. Um eine Durchfahrt zum vom Busverkehr genutzten Bahnhofsplatz zu verhindern, wurde zudem die vorhandene Buchenhecke verlängert.

Inklusive aller Erd- und Pflasterarbeiten hat die Maßnahme rund 70 000 Euro gekostet. Das Gros hat mit 58 000 Euro der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe übernommen, als Eigenanteil der Stadt verbleiben 12 000 Euro. Ursprünglich waren knapp 50 000 Euro Gesamtkosten kalkuliert worden. Aber das Ausschreibungsergebnis war wegen der starken Nachfrage auf dem Markt höher ausgefallen. „Wir konnten letztlich froh sein, dass wir überhaupt eine gute Firma zu dem Preis gefunden haben“, beschreibt Spille die Situation, die derzeit vorherrschend auf dem gesamten Bausektor ist. Ein Galabauunternehmen aus Coesfeld hatte schließlich den Zuschlag erhalten.

Ist jetzt das Ende der Fahnenstange in Sachen Radpendler-Freundlichkeit des Bahnhofs erreicht? Eventuell sei zu überlegen, auch auf der Westseite des Bahnhofsgebäudes weitere Bügel zu installieren, sagt dazu Jürgen Gesenhues. Er hat die gerade abgeschlossene Maßnahme als Sachbearbeiter der Stadt betreut.

Der Blick auf Fahrräder, die dort „wild“ abgestellt sind, bestätigt seine Aussage. Und dann, so ergänzt Wolfgang Spille abschließend, könnte man natürlich noch ein i-Tüpfelchen setzen und zumindest einen Teil der Abstellplätze überdachen.

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