FH will 160 Millionen Euro in Steinfurt investieren
Kanzler hofft auf die K 76n

Steinfurt -

Neu bauen und alte Bestandsgebäude abreißen: Das ist auf dem Steinfurter Campus der FH Münster keine Zukunftsmusik, sondern beschlossene Sache.

Donnerstag, 29.11.2018, 17:04 Uhr aktualisiert: 29.11.2018, 20:11 Uhr
Am Campus Steinfurt der FH Münster wird in den kommenden Jahren kräftig investiert. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung spielt die Realisierung der K76n.
Am Campus Steinfurt der FH Münster wird in den kommenden Jahren kräftig investiert. Eine Schlüsselrolle für die Entwicklung spielt die Realisierung der K76n. Foto: Ralf Emmerich

Denn, so heißt es in einer Mitteilung der Hochschule, das NRW-Wissenschaftsministerium hat den Standortentwicklungsplan der FH abgesegnet und damit den Weg für umfangreiche Bauprojekte frei gemacht. Diese überaus gute Nachricht für die Hochschule geht bei FH-Kanzler Jens Andreas Meinen mit einem weiteren, sehr zentralen Aspekt einher: Wann kommt die Umgehungsstraße K 76n?

„Wir müssen wissen, wie wir unseren Campus zukünftig ausrichten sollen“, wird Meinen in der Mitteilung zitiert. Schon jetzt sei das Gelände so angelegt, dass die Straße „Am Campus“ zum Hauptzugang wird. „Das haben wir bewusst so geplant und zwar in der Annahme, dass die Umgehungsstraße kommt. Deshalb warten wir sehnsüchtig auf den Startschuss für die K 76n“, so der Kanzler.

Das dürfte auch für die Anwohner von Flögemannsesch und Stegerwaldstraße nicht uninteressant sein. Schon jetzt quälen sich dort Baufahrzeuge durch.

Die nun abgesegnete Planung beinhaltet ein Bauvolumen von 160 Millionen Euro. Wenn die damit verbundenen Maßnahmen über die bisherige Wegeführung abgewickelt werden müssen, sind Probleme vorprogrammiert. „Ich mache mir natürlich auch Sorgen, was das für die Anwohner bedeutet“, wird Meinen wiedergegeben. „Denn die Belastungen werden deutlich zunehmen. Allein der Abtransport beim Abriss würde etwa 1000 Lkw bedeuten. Vom Neubau und dem üblichen Baustellenverkehr ganz zu schweigen. Gäbe es die K 76n, könnte der Verkehr darüber abfließen.“

Diese würde auch schon jetzt die Nachbarschaft entlasten. „Etliche unserer Mitarbeiter sowie knapp 5000 Studierende kommen mit dem Auto zur Hochschule, sie müssen vorbei an Kindergarten und Schule und sich durch ein Anwohnergebiet schlängeln. Das ist eigentlich schon ein Unding“, so Meinen.

Allmorgendlich könne man im Semester genau dies beobachten: Auto an Auto fahre durch die Straßen. Und Möglichkeiten, die Fahrzeuge abzustellen, gebe es zu wenige. „Wir wissen, dass die Parkplatzsituation schwierig ist. Autos stehen mitunter kreuz oder quer oder direkt im Anwohnergebiet.“ Auch dieses Problem sei gelöst, wenn die Umgehungsstraße kommt. „Wir planen eine größere Fläche für Parkplätze ein“, sagt Meinen. „Ich beobachte das Verfahren sehr gespannt und hoffe, dass nach jahrelangem Hin und Her endlich eine positive Entscheidung für den Standort fällt.“

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