Bahnhof Borghorst
„Grün, gut und einladend“

Borghorst -

Ein deutliches Plus an Aufenthaltsqualität und allgemeiner städtebaulicher Attraktivität – das ist gemeinsame Zielsetzung von Stadt und Investor, was den Bahnhof Borghorst und sein unmittelbares Umfeld betrifft. Im Bauauschuss wurden jetzt konkretere Pläne vorgestellt.

Freitag, 30.11.2018, 15:36 Uhr aktualisiert: 30.11.2018, 18:20 Uhr
Gediegenes Ambiente: Mit der hellen Fassade gibt das Bahnhofsgebäude eine klassische Formensprache wieder, wirkt aber zugleich modern. Der Baumbestand auf dem Vorplatz wird gegenüber dem Ursprungsentwurf deutlich erhöht (kl. Bild).
Gediegenes Ambiente: Mit der hellen Fassade gibt das Bahnhofsgebäude eine klassische Formensprache wieder, wirkt aber zugleich modern. Der Baumbestand auf dem Vorplatz wird gegenüber dem Ursprungsentwurf deutlich erhöht (kl. Bild). Foto: h2 Architekten, Emsdetten

Als „schon sehr fortgeschritten“, ohne weiter ins Detail gehen zu wollen, bezeichnete Josef Holthaus vom Architekturbüro h2 aus Emsdetten am Donnerstagabend im Bauausschuss die Planungen für die Gestaltung des Borghorster Bahnhofsgebäudes. „Wir sind bemüht, die Historie erkennbar werden zu lassen“, sagte der vom Käufer Pero Vrdoljak mit der Sanierung beauftragte Planer.

Demnach soll im Altgebäude selbst im Erdgeschoss gewerbliche und gastronomische Nutzung Einzug halten. Im Obergeschoss entstehen – ebenso wie im angebauten ehemaligen Güterschuppen – Wohnungen, in letzterem im Loft-Stil. Soweit nichts grundlegend Neues. Dennoch nahmen die Politiker mit Genugtuung zur Kenntnis, dass es nach Jahren des Niedergangs nun erkennbar wieder aufwärts geht mit dem für Borghorst durchaus identifikationsstiftenden Gebäude.

Das Kernthema der Ausschuss-Beratungen war indes ein anderes: die Gestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Diese war zwar bereits in einer früheren Sitzung des Gremiums vorgestellt und grundsätzlich abgesegnet worden, aber es gab noch Änderungsbedarf insbesondere in der Grünplanung.

Worum es geht, machte der Technische Beigeordnete Hans Schröder gleich zu Beginn deutlich, indem er eine historische Aufnahme eines Bahnhofsvorplatzes auf die Wand warf. Dass diese den Mannheimer Bahnhof zeigte, war zweitrangig. Es ging um das Prinzip. „Bahnhöfe sind Stadttore“, so Schröder. Sie kämen einer Visitenkarte gleich.

Geplant ist der Ausbau des Areals als „durchgängiger Platz“. Es handelt sich um öffentliche und private Flächen des Investors. Letztere integrieren Parkplätze für die Nutzer der geplanten Wohnungen, die den Platzcharakter indes nicht zu sehr beeinträchtigen werden, wie Holthaus deutlich machte. Vis á vis zur Anton-Wattendorff-Straße entsteht eine Zone für Kurzzeitparkplätze („Kiss and Ride“), entlang der Straße Am Bahnhof ist ein großzügig bemessener Geh- und Radweg geplant.

Deutlich aufgestockt wird im Vergleich zur Ursprungsplanung die Anzahl der Bäume. So sollen in regelmäßigen Abständen auf der gesamten Fläche Robinien gepflanzt werden. Schröder: „Sie sind gut geeignet, weil sie wenig Laub produzieren und insgesamt sehr transparent wirken.“

An der westlichen Spitze der Radabstellanlage sollen zusätzlich drei Ginkgo-Bäume gepflanzt werden. Der Baumbestand, insbesondere die alte Linde zwischen Bahnhofsgebäude und Radanlage, soll erhalten bleiben. Sämtliche Bäume sollen mit Baumringen gegen Anfahrschäden durch Parkverkehr geschützt werden.

Als Pflasterung schlägt die Verwaltung eine rustikale, „gerumpelte“ Variante vor. Eine Bemusterung werde folgen, kündigte Schröder an. „Es wird in jedem Fall ausreichend griffig sein“, antwortete der Baudezernent auf eine Eingabe von Klaus Meiers (SPD).

Die Planung fand schlussendlich die einhellige Zustimmung des Ausschusses. „Grün, gut und einladend“, brachte es Josef Kamer (SPD) auf den Punkt. Ins gleiche Horn stieß Rudolf Diekmann (CDU): „Die 20 Bäume, die wir gefordert haben, finden sich wieder.“

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