Diskussion über Haushaltsanträge führt zu Kritik an Umgangsformen im Rathaus
Politiker ärgern sich über die Bürgermeisterin

Steinfurt -

Erst schubsten sich Kämmerei und Politik am Mittwochabend gegenseitig die Schuld an Zusatzanträgen für den Haushalt des kommenden Jahres zu, die zu spät für eine ordentliche Beratung in den Fraktionen eintrudelten.

Freitag, 30.11.2018, 18:20 Uhr

Dann bekam die Bürgermeisterin, die im Ausschuss für Soziales Jugend, Familie und Gesundheit gar nicht anwesend war, ihr Fett weg: Es sei grundsätzlich eine Frage, wie man miteinander umgehe, stellte der Ausschussvorsitzende Klaus Meiers ( SPD) das Verhältnis zwischen Verwaltungsspitze und Lokalpolitikern in Frage.

Günther Gromotka ( CDU) empörte sich darüber, dass Claudia Bögel-Hoyer (FDP) Erfolge für sich reklamiere, für die andere den Grundstein gelegt hätten. Als Beispiel nannte er die vor einigen Wochen aufgestellte Vogelnestschaukel im Bagno: „Ich habe jahrelang für ein Spielgerät an dieser Stelle gekämpft.“ Immer wieder sei er in der Verwaltung auf taube Ohren gestoßen, obwohl er bereits genaue Pläne für die Finanzierung und Ausführung verbreitet habe. „Und auf einmal steht die Frau Bürgermeisterin mit einem Bild in der Zeitung, mit einem Sponsor, der die Schaukel bezahlt hat“, machte Gromotka deutlich, dass er von derartigen Alleingängen nicht viel hält.

Aus den Reihen der meisten anderen Ausschussmitglieder erhielt er zustimmendes Kopfnicken. „Es gibt viele Punkte, die da einmal angesprochen werden müssen – das geht so überhaupt nicht mehr“, beschrieb Dr. Reinhold Dankel (FWS) das Verhältnis zwischen sich und der Bürgermeisterin.

Weil die Kritisierte aber nunmal gar nicht anwesend war, einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, ihre Unmutsäußerungen für diesen Abend einzustellen und sie bei einem Treffen mit der Bürgermeisterin anzusprechen.

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