Neue Container und Bewerbung als „Talentschule“
Schule am Bagno startet durch

Burgsteinfurt -

Gleich zwei Mal stand die Schule am Bagno am Mittwochabend im Fokus des Schulausschusses: Zum einen informierte Fachdienstleiter Gebäudemanagement Detlef Bogs die Gremiumsmitglieder über den aktuellen Stand zum Thema Schulcontainer. Zum anderen stand die Bewerbung zur Teilnahme am Förderprogramm „Talentschule“ des Landes auf der Agenda.

Donnerstag, 06.12.2018, 14:44 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 16:54 Uhr
Die leeren Container, die derzeit noch am Rathaus stehen, sollen schon bald Schüler bevölkern: Ein Teil soll nach dem Willen der Verwaltung an der Schule am Bagno aufgebaut werden. Dort ist die bisherige, schadhafte Anlage schon abgebaut (kl. Bild).
Die leeren Container, die derzeit noch am Rathaus stehen, sollen schon bald Schüler bevölkern: Ein Teil soll nach dem Willen der Verwaltung an der Schule am Bagno aufgebaut werden. Dort ist die bisherige, schadhafte Anlage schon abgebaut (kl. Bild). Foto: bsch/rs

Die Schule am Bagno hat nach dem Auslaufen der Nikomedesschule ein Alleinstellungsmerkmal im dreigliedrigen Schulsystem der Stadt: Sie ist die einzige verbleibende Hauptschule am Ort. Mehr noch: Auch in der Umgebung sind Hauptschulen mittlerweile so selten wie Wasser in der Wüste. Die Einrichtung genießt daher bei Schulträger und Politik besondere Aufmerksamkeit. Das war auch im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport am Mittwochabend zu spüren, als die Burgsteinfurter Schule gleich zwei Mal im Fokus stand: Zum einen informierte Fachdienstleiter Gebäudemanagement Detlef Bogs die Gremiumsmitglieder über den aktuellen Stand zum Thema Schulcontainer. Zum anderen stand die Bewerbung zur Teilnahme am Förderprogramm „Talentschule“ des Landes auf der Agenda.

Beim leidigen Thema Schulcontainer scheint sich nunmehr eine Lösung abzuzeichnen, die alle Beteiligten zufriedenstellt. Wie Bogs ausführte, wird die Stadt einen Teil der Containeranlage, die seinerzeit für Flüchtlinge am Rathaus aufgebaut worden ist, als Ersatz für die alte, abgängige Anlage vor Ort aufstellen. Die Verwaltung beabsichtigt, die derzeit noch gemietete Anlage am Rathaus zu kaufen und künftig – je nach Bedarf – an verschiedenen Standorten einzusetzen. Dauerzustände soll es dabei nicht geben. „Um es klar zu sagen: Container können immer nur eine Zwischenlösung sein“, antwortete der Fachdienstleiter auf eine Eingabe des Gremiumsvorsitzenden Günther Gromotka (CDU).

Die Neuaufstellung von Containern an der Schule am Bagno ist notwendig geworden, weil die Vorgänger statische und bauliche Mängel hatten. Diese hätten – Stichwort Schimmelbildung – im schlimmsten Fall auch gesundheitliche Auswirkungen auf die Schüler gehabt. „Wir hatten die Mängel mehrfach gerügt und um Nachbesserung gebeten“, berichtete Bogs vor dem Ausschuss. Sogar die Lieferung neuer Module sei mit dem Hersteller schon vereinbart gewesen. Der Lieferant habe jedoch offenbar „kalte Füße“ bekommen und eine letzte Frist zur Abholung der Altcontainer verstreichen lassen.

„Wir sind jetzt vom Kaufvertrag zurückgetreten, haben die schadhaften Module abgebaut und sie zwischengelagert“, so Bogs. Die Container an der Schule am Bagno werden vorwiegend für Freizeitangebote sowie für Sprachkurse „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) genutzt.

Schulleiter Gerd Clancett hatte den dringenden Handlungsbedarf zuvor noch einmal deutlich gemacht: „Wir warten jetzt schon im zweiten Winter auf eine tragbare Lösung.“

Einhellig brachte der Schulausschuss zudem die Bewerbung der Schule am Bagno für eine Teilnahme am Landesprogramm „Talentschule“ auf den Weg. Berücksichtigt werden können Schulen, die aufgrund ihrer sozial-räumlich benachteiligten Lage und einer entsprechend zusammengesetzten Schülerschaft mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen haben. Die Schule am Bagno will bei einer möglichen Förderung den Fokus auf die MINT-Fächer, die Berufsvorbereitung sowie die Sprachförderung legen. Es winkt die Einstellung zusätzlichen Personals und eine Aufweitung der Wochenstundenanzahl in den genannten Fächern.

Eine Entscheidung fällt Anfang kommenden Jahres. Das im Rahmen eines Schulversuchs über fünf Jahre angelegte Programm würde im Fall eines positiven Votums nach den Sommerferien 2019 starten.

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