DK-Dixie-Kapelle
Sie können es einfach nicht lassen

Borghorst -

Wie das nun mal so ist. Ausbildung, Studium, Familie – nach dem Abitur zerstreute es die sieben Freunde in alle Winde. Und – auch das ist der Gang der Dinge – eine Beerdigung vor gut einem Jahr war es, der das Septett wieder an einen Tisch brachte. Da die Borghorster auch nach über 20 Jahren immer noch Musik im Blut haben, dauerte es nicht lange, bis die Idee ausgesprochen war. „Lasst uns doch wieder mal. . .“

Mittwoch, 12.12.2018, 18:00 Uhr
Die „DK-Dixie-Kapelle“ heute: Am 22. Dezember wird das Revival im „Ello“ gefeiert.
Die „DK-Dixie-Kapelle“ heute: Am 22. Dezember wird das Revival im „Ello“ gefeiert.

Sie machen tatsächlich wieder, übernächsten Samstag steht die „DK-Dixie-Kapelle“ 21 Jahre nach der offiziellen Auflösung und 16 Jahre nach einem legendären Weihnachtskonzert erneut auf der Bühne. Trompeter Dirk Eierhoff zuckt mit den Schultern: „Wir können es halt nicht lassen.“ Zum Glück, wird die auch nach all den Jahren existente Fan-Gemeinde sagen. . .

Die „DK-Dixie-Kapelle“ hatte es Mitte der 90er Jahre zu einer für eine Schülerband beachtlichen Berühmtheit gebracht. „Krönung der Karriere war damals eine Tournee durch Sibirien“, erzählt Schlagzeuger Marcus Heerdt. „Eine völlig abgefahrene Sache, mit eigenem Tourbus und allem drum und dran“, muss Dirk Eierhoff noch heute lachen. Auch über das Konzert, das bei den russischen Freunden ausfallen musste, weil der ganze Ort zur Kartoffelernte musste.

Ihr musikalisches Handwerkszeug haben die „glorreichen Sieben“ beim Borghorster Jugendorchester gelernt. Der Entschluss, gemeinsam eine Dixieland-Kapelle zu gründen, entstand in einem Partykeller nachts um drei. Marcus Heerdt: „Damals gab es zig Rock-, Punk- oder Grungebands, aber eben keine, die Dixieland spielte.“ Der erste Auftritt? Bei der Eröffnung der Finnenbahn. „Von da an ging es schneeballartig weiter“, weiß es Dirk Eierhoff noch wie heute. Bis, ja bis die Reifeprüfung, oder besser gesagt die sich anschließenden sieben Lebenswege sich nicht mehr in Borghorst trafen, sondern bis Finnland und Amsterdam in die sprichwörtliche weite Welt führten.

Marcus Heerdt (Schlagzeug), Thomas Schönebeck (Banjo und Gitarre), Philipp Kümpers (Bass), Arne Pünter (Saxophon), Daniel Mügge (Saxophon), Martti Piirainen (Posaune) und Dirk Eierhoff (Trompete) waren jetzt platt, wie der Borghorster so gerne sagt: „Bei den Proben lief es wie geschmiert“, erzählt Dirk Eierhoff. Nur Fragen wie „Wer hat da gesungen?“ oder „Wie ist noch mal das Ende des Stücks?“ waren den 20 vergangenen Jahren geschuldet.

Weil alles so gut klappte, belassen es die Sieben bei einem Probenwochenende. Das war zu den Hoch-Zeiten der „DK-Dixie-Kapelle“ anders. Samstags wurde geprobt. Pünktlich ab elf Uhr. Dirk Eierhoff: „Wer nicht da war, musste zahlen.“ Die damals gültige Währung waren übrigens Döner. . .

Die musikalische Wiedergeburt wird am 22. Dezember ab 19.30 Uhr im Borghorster „Ello“ gefeiert. Die Protagonisten sind sich ziemlich sicher, dass die Bude voll wird. Was sie aber genauso sicher ausschließen, ist eine dauerhafte Wiedervereinigung. Aber ein Konzert in ein paar Jahren? Wie gesagt, die DNA ist ja da.

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