Wettbewerb unter fünf Büros wird zum Jahresanfang gestartet
Architekten planen Platz fürs Kreuz

Borghorst -

Markus Dördelmann bezeichnet das mit dem Bistum beschlossene Maßnahmenpaket als einen Meilenstein, um das Stiftskreuz dauerhaft wieder zurück in die Borghorster Nikomedeskirche zu holen. Wie der Pfarrer von St. Nikomedes am Wochenende im Gespräch mit dieser Zeitung erläuterte, wird der künftige Aufenthaltsort für das wertvolle Reliquiar in die Planungen für die Umgestaltung des Kirchen-Innenraums integriert. „Dazu soll es Anfang des Jahres einen Architekten-Wettbewerb unter fünf Büros geben“, so Dördelmann. Das Modul „Stiftskreuzaufbewahrung“ werde dann vorgezogen, damit das Kreuz relativ schnell wieder öffentlich ausgestellt werden könne.

Sonntag, 16.12.2018, 15:52 Uhr
Das Stiftskreuz wurde von Bischof Felix Genn stolz der Öffentlichkeit präsentiert. Jetzt soll es möglichst schnell zurück nach Borghorst kommen.
Das Stiftskreuz wurde von Bischof Felix Genn stolz der Öffentlichkeit präsentiert. Jetzt soll es möglichst schnell zurück nach Borghorst kommen. Foto: Gunnar A. Pier

Dieses Vorgehen ist mit Kirchenvorstand und den beim Bistum beteiligten Stellen wie Bauamt und Liturgiekommission abgestimmt, betonte Markus Dördelmann. Und es habe einen entscheidenden Vorteil. Das Gemeindeoberhaupt: „So bekommen wir wirklich einen Kirchenraum aus einem Guss, wo alles optimal aufeinander abgestimmt ist.“

Gleich im Januar sollen fünf renommierte Architekturbüros für diesen Wettbewerb angesprochen werden. Sind sie gefunden, gibt es ein Briefing und danach sollen innerhalb von sechs Wochen die Ergebnisse einer Jury vorgestellt werden. In dem Briefing, so Dördelmann, soll es insbesondere um die Vorgaben von Bistum, Versicherung und auch der Gemeinde geben. So werden zum Beispiel die Ergebnisse der Umfrage einfließen, die vor einiger Zeit unter den Gemeindemitgliedern gestartet worden war. Dabei war klar geworden, dass die Gläubigen „kein Auf-links-Drehen“ des Innenraums wünschen. Weitere Stichworte waren eine bessere Beleuchtung sowie eine barrierefreie Toilette. „Auch mehr Nähe zum Altar ist gewünscht“, betont der Pfarrer. Er legt Wert darauf, dass die Innenraum-Renovierung eine „vernünftige und hochwertige Sache“ werde. Zum finanziellen Rahmen konnte Markus Dördelmann noch nichts sagen. Für den künftigen Aufbewahrungsort für das Stiftskreuz sind unter anderem die Vorgaben der Versicherung wichtig.

Parallel möchte das Gemeindeoberhaupt jetzt einen Förderverein gründen, der sich um das Akquirieren von Spenden kümmern soll. Die Anfang des Jahres gestartete Spendenaktion „Es ist ein Kreuz“ musste bekanntlich zwischenzeitlich auf Eis gelegt werden, weil es völlig unklar war, wann die Verhandlungen mit dem münsterischen Bistum zu einem Ende geführt werden konnten.

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