Kreis startet mit der Vermarktung von Baugrundstücken am Telghauskamp
Bauplätze für den schmalen Geldbeutel

Burgsteinfurt -

An den ehemaligen Kreisbauhof am Telghauskamp erinnert nur noch ein schlichter Klinkerbau mit großräumiger Fahrzeughalle. Die DLRG-Ortsgruppe hat dort ihr neues Domizil aufgeschlagen. Darüber hinaus ist das etwa 4500 Quadratmeter, unmittelbar an die Bahnstrecke Münster-Enschede angrenzende Gelände im Sommer komplett zurückgebaut und freigeräumt worden. Der Kreisbauhof ist in das Gewerbegebiet Seller Esch an den Burgsteinfurter Stadtrand verlagert worden.

Freitag, 21.12.2018, 17:28 Uhr
Auf dem ehemaligen Gelände des Kreisbauhofes am Telghauskamp kann jetzt gebaut werden. Der Kreis Steinfurt hat mit der Vermarktung begonnen.
Auf dem ehemaligen Gelände des Kreisbauhofes am Telghauskamp kann jetzt gebaut werden. Der Kreis Steinfurt hat mit der Vermarktung begonnen. Foto: Drunkenmölle / Entwurf:Stadt Steinfurt

Am alten Standort bewegt sich jetzt was. Nachdem der entsprechende Bebauungsplan mittlerweile rechtskräftig geworden ist, will der Kreis Steinfurt als Eigentümer in die Vermarktung einsteigen. Etwa 450 Quadratmeter große Parzellen bieten Platz für neun Eigenheime. Die Pläne sehen eine Bebauung im Stil sogenannter Stadtvillen vor.

Wunsch der Politik im Kreistag war es, insbesondere Familien mit kleinem Budget und mehreren Kindern den Traum vom eigenen Haus zu ermöglichen. Ausdrücklich hatte das Planungsamt der Stadt Steinfurt darauf hingewiesen, dass die Nachfrage nach vergleichbaren Angeboten in der Stadt groß ist. Aus diesem Grund sollen nur Bewerber berücksichtigt werden, die noch kein Eigentum haben und das Grundstück selbst nutzen. Die Vergabekriterien, darauf verweist Kreisbaudezernent Franz Niederau, orientieren sich an den Förderrichtlinien der Wohnbauförderung.

In nicht-öffentlicher Sitzung hat der Kreistag jetzt abschließend entschieden, dass die Grundstücke 130 Euro pro Quadratmeter kosten sollen. Für das nördliche Grundstück werden 100 Euro/qm verlangt. Das ist allerdings mit einem Leitungsrecht zugunsten der Stadtwerke belegt. Es besteht auch die Möglichkeit, die Grundstücke als Erbbaugrundstücke zu erwerben. Die Erschließung des Baugebiets erfolgt durch das Straßenbauamt des Kreises. Vorgesehen ist, ein von den Stadtwerken betriebenes Blockheizkraftwerk zu bauen, das die Häuser mit Energie versorgt. Lärmschutz zur Bahnlinie soll durch die Garagen auf den Grundstücksgrenzen sowie Lärmschutzwandelemente, beispielsweise Steingabionen, geschaffen werden.

Die Bewerberfrist läuft bis Ende Januar. Weiter Informationen zu den geforderten Angaben sollen Anfang des neuen Jahres noch auf der Internetseite des Kreises veröffentlicht werden.

  

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