Drei Einsätze für die Feuerwehr über die Festtage
Feuer, Verletzte und Verwüstungen

Steinfurt -

Ein Brand und zwei schwere Verkehrsunfälle über Weihnachten– aus Sicht der Steinfurter Feuerwehr waren es alles andere als ruhige Festtage. Einige waren noch beim Weihnachtsessen, andere bei der Bescherung: Für mehr als 50 ehrenamtliche Feuerwehrleute sowie Kräfte des DRK-Ortsvereins Burgsteinfurt war der Heiligabend rasch gelaufen: Strohballenbrand in Veltrup. Die Strohmiete brannte lichterloh.

Mittwoch, 26.12.2018, 14:18 Uhr aktualisiert: 28.12.2018, 17:00 Uhr
Verwüstungen in der Burgsteinfurter Innenstadt, ein Brand in Veltrup und ein Unfall in Borghorst hielten die Feuerwehr an den Festtagen in Atem
Verwüstungen in der Burgsteinfurter Innenstadt, ein Brand in Veltrup und ein Unfall in Borghorst hielten die Feuerwehr an den Festtagen in Atem Foto: keb

Wie bereits bei früheren Bränden in dem Bereich, gestalteten sich die Löscharbeiten aufwendig und zeitintensiv, weil einerseits eine Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke aufgebaut werden musste und anderseits, weil viele wasserführende Großfahrzeuge in den Einsatz gebracht und betrieben werden mussten, während an der Brandstelle mehrere Trupps, teilweise unter schwerem Atemschutz, gegen die Flammen kämpften.

Unglücke über Weihnachten

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In einem stundenlangen Einsatz gelang es den Wehrleuten, den Brand weitestgehend zu löschen. Im Einsatzverlauf wurde auch der DRK-Ortsverein alarmiert, um die Wehrleute mit Getränken zu versorgen. Nach Angaben von Feuerwehr-Einsatzleiter Christoff Schwarz waren alleine mehr als 50 Wehrleute im Einsatz.

Wie es zu dem Brand auf freier Fläche kommen konnte, ist unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Am Dienstagmorgen musste die Feuerwehr noch einmal ausrücken, um Glutnester abzulöschen.

Der erste Weihnachtstag war nicht einmal zwei Stunden alt, da wurden die Wehrmänner zu einem spektakulären Unfall in der Burgsteinfurter Fußgängerzone gerufen: Er durchbrach den Poller zur Fußgängerzone, als wäre es ein Streichholz gewesen, hinterließ in der Steinstraße eine Spur der Verwüstung und kam schließlich in Schaufenster und Mauerwerk des Stadtwerke-Kundencenters zum Stehen: Ein 31 Jahre alter Niederländer hatte unter Alkoholeinfluss die Kontrolle über einen VW-Bus verloren und einen enormen Schaden angerichtet.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befuhr der Niederländer die Ochtruper Straße in Fahrtrichtung Innenstadt. Dabei soll der Mann mit hoher Geschwindigkeit mit dem VW T5 Transporter eines in Enschede ansässigen Unternehmens gefahren sein. Der VW-Bus streifte diverses Mobiliar der Steinstraße, kollidierte mit dem Schaufenster eines Sportbekleidungsgeschäftes auf der rechten Seite und landete schließlich in Schaufenster und Mauerwerk eines weiteren Wohn-und Geschäftshauses auf der linken Seite, dem Stadtwerke-Kundencenter.

Während der Verletzte mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde, begann für eine Vielzahl von Einsatzkräften der Einsatz in der Fußgängerzone erst. Dazu Christoff Schwarz, Feuerwehr-Einsatzleiter: „Eine Brandgefahr bestand nicht. Wir haben den Bausachverständigen vom THW alarmiert, um die Lage zu beurteilen.“ Die Fassade habe man für die Bergung abstützen müssen.

Überhaupt gab es für Feuerwehr, THW, Ordnungsamt, Baubetriebshof und Privatpersonen jede Menge aufzuräumen. Bis in die Morgenstunden dauerte der Einsatz vor Ort. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf mindestens 100 000 Euro – und hat dem Unfallverursacher inzwischen eine Blutprobe entnommen und das stark beschädigte Unfallfahrzeug sichergestellt.

Die weihnachtliche Unfallserie war eingeleitet worden durch eine Pkw-Kollision am Sonntagabend an der Kreuzung Westfalenring/Max-Planck-Straße. An dieser Stelle kommt es immer wieder zu Verkehrsunfällen, vor allem wenn die Ampel abgeschaltet ist: Am Sonntag wurden drei Personen bei dem Unfall verletzt.

Um 22.12 Uhr waren der Rettungsdienst und die Polizei zu dem Verkehrsunfall gerufen worden. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war es zu der Kollision zwischen einem Audi A3 und einem VW Passat Variant gekommen, nachdem der Fahrer des Audi, der die Kreuzung von der Max-Planck-Straße kommend geradeaus überqueren wollte, die Vorfahrt des von rechts kommenden VW missachtete.

Durch die Wucht des Zusammenpralls wurden die Fahrzeuge umhergeschleudert und stark beschädigt. Insgesamt drei Menschen erlitten bei dem Unfall Verletzungen, sie wurden nach einer notärztlichen Erstversorgung in Krankenhäuser nach Gronau, Münster und Rheine gebracht.

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