Priyatnogo appetita: Dunganischen Glasnudelsalat
Ein Lieblingsrezept von Oma Emilia

Steinfurt -

Als Kind dachte sie, ihre dunganischen Nachbarn würden im Garten Heu trocknen. Später erfuhr Helene Walter dann, dass die vermeintlichen Grashalme Glasnudeln waren, aus denen leckere Gerichte gekocht wurden.

Donnerstag, 17.01.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 17.01.2019, 17:33 Uhr
Alina Ungefug, Helene Walter und Philip Swerow (v.l.) zeigen in dem Video, das auf youtube mit den Suchwörtern „cook2gether funschosa“ abgerufen werden kann, bis ins Detail, wie der russische Partyklassiker zubereitet wird.
Alina Ungefug, Helene Walter und Philip Swerow (v.l.) zeigen in dem Video, das auf youtube mit den Suchwörtern „cook2gether funschosa“ abgerufen werden kann, bis ins Detail, wie der russische Partyklassiker zubereitet wird. Foto: Dampfross

Eines davon stellt die gebürtige Kirgisin, die heute stellvertretende Leiterin der Schule am Bagno ist, im ersten Video der neuen Reihe „cook2gether“ vor, das seit gestern auf Youtube abgerufen werden kann: „Funchosa“, einen Glasnudelsalat, der laut Helene Walter auf keiner russischen Feier fehlen darf. „Egal ob Hochzeit oder Geburtstag – irgendjemand bringt immer Funchosa mit.“

Die Idee zu der Filmreihe kam Klaus Uhlenbrock bei der interkulturellen Woche. „Wir wollen Menschen dabei filmen, wie sie kochen und uns dabei etwas über ihre Heimat und ihr Lieblingsgericht erzählen“, fasst Elke Schmitz-Schmeller die Idee, die sie jetzt gemeinsam mit dem Borghorster Autor realisierte, zusammen. „Das ist ein echtes Herzensprojekt, das wir mit Begeisterung machen“, freut sich die Dampfross-Chefin über den Pilotfilm.

Gedreht wurde der Pilotfilm zur neuen Reihe in der Küche der Familienbildungsstätte in Borghorst.

Gedreht wurde der Pilotfilm zur neuen Reihe in der Küche der Familienbildungsstätte in Borghorst. Foto: Dampfross

Allerdings sollen nicht nur Hobbyköche aus anderen Ländern am Herd stehen und erzählen, auch Ur- und Wahlsteinfurter sollen in dem Format von sich und ihren Essgewohnheiten berichten – die nächsten Kandidaten haben die beiden schon im Kopf.

Für den Pilotfilm hat sich Helene Walter mit Alina Ungefug und Philip Swerow zwei ihrer Schüler als „Küchenhilfen“ an die Töpfe und Schüsseln geholt, die ebenfalls russische Wurzeln haben. „Ich koche auch viel in der Schule hier mit meinen Jungs und Mädels, das macht sehr viel Spaß“, verrät sie im Film.

In rund sieben Minuten erfahren die Zuschauer nicht nur bis ins Detail, wie der dunganische Glasnudelsalat hergestellt wird, sondern auch einiges über die Kindheit der Lehrerin in Kirgistan, über das Leben in der ehemaligen russischen Teilrepublik an der Grenze zu China und über ihre Großmutter, der die kleine Helene beim Kochen gerne über die Schulter schaute und deren Rezepte sie später in „Oma Emilias Lieblingsrezepte“ für ihr ganz eigenes Familienkochbuch aufschrieb. Am Ende des Kochvideos verabschiedet sich das deutsch-russische Kochtrio stilecht mit „priyatnogo appetita“.

 

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