Jahresbilanz der Stadtwerke
Das Beste aus zwei Welten

Steinfurt -

Was die Kommunikation mit den Kunden anbelangt, so fahren die Stadtwerke Steinfurt eine klare Marschrichtung. Die Devise lautet: das Beste aus zwei Welten. Zählerstände mitteilen, Abschläge anpassen oder einen Umzug anzeigen – das alles funktioniert nach wie vor auf althergebrachtem Weg per Post, Telefon oder mittels persönlicher Vorsprache in den beiden Servicestellen in Burgsteinfurt oder Borghorst. Aber der lokale Energieversorger wird zunehmend auch digitaler.

Mittwoch, 23.01.2019, 23:00 Uhr
Strahlende Gesichter: Vertriebsleiter Tobias Specking (l.) übergab das i-Pad an Gewinner Guido Leuters. Rechts Stephan Kretschmar (Leiter Abrechnung).
Strahlende Gesichter: Vertriebsleiter Tobias Specking (l.) übergab das i-Pad an Gewinner Guido Leuters. Rechts Stephan Kretschmar (Leiter Abrechnung). Foto: rs

Was die Kommunikation mit den Kunden anbelangt, so fahren die Stadtwerke Steinfurt eine klare Marschrichtung. Die Devise lautet: das Beste aus zwei Welten. Zählerstände mitteilen, Abschläge anpassen oder einen Umzug anzeigen – das alles funktioniert nach wie vor auf althergebrachtem Weg per Post, Telefon oder mittels persönlicher Vorsprache in den beiden Servicestellen in Burgsteinfurt oder Borghorst. Aber der lokale Energieversorger wird zunehmend auch digitaler. „Rund ein Drittel der Kunden nutzt mittlerweile unser Internetportal für den Informationsaustausch“, berichtet Stephan Kretzschmar . „Wir haben diesen Übermittlungskanal ausgebaut und wollen seine Nutzung weiter forcieren“, kündigt der Leiter Abrechnung der Stadtwerke an.

Die Gründe liegen auf der Hand: Durch die automatisierten Abläufe im Hintergrund spart der Energieversorger Zeit, minimiert Fehlerquellen und hat weniger personellen Aufwand. Und auch für den Kunden selbst wird manches einfacher, wie Guido Leuters bestätigt. Der Borghorster ist langjähriger und nach eigenen Worten zufriedener Kunde der Stadtwerke. Die Zufriedenheit dürfte noch gestiegen sein, war Leuters am Dienstag doch in die Hauptstelle an der Wiemelfeldstraße gekommen, um ein nagelneues i-Pad abzuholen. Das Tablet ist der Hauptpreis der Verlosung, die die Stadtwerke für diejenigen ihrer Kunden ausgelobt hatten, die ihre Zählerstände für die Jahresabrechnung online übermitteln.

Für ein paar Cent Einsparung auf lokale Nähe und Beratung verzichten? Für Leuters kommt die von den großen Vergleichsportalen im Netz angestachelte „Geiz- ist-geil“-Strategie bei der Wahl des Energieversorgers nicht infrage. „Man hört immer wieder, dass Kunden, die per Vorkasse gezahlt haben, um ihr Geld gebracht wurden“, sagt der Borghorster. Stadtwerke-Vertriebsleiter Tobias Specking berichtet zudem von der Praxis massiver Preiserhöhungen nach Vertragsabschluss, die in keinem Verhältnis zu tatsächlichen Kostenveränderungen stünden. Oft würden Kunden mit hohen Bonuszahlungen geködert, die erst nach der Hälfte der Vertragslaufzeit oder noch später gezahlt werden. Demgegenüber setzen die Stadtwerke auf Zuverlässigkeit und langjährige Kundenzufriedenheit.

Um Preiserhöhungen indes kommen auch sie nicht ganz herum: So musste der Gaspreis nach Jahren der Stabilität zu Beginn des Jahres angehoben worden – aufgrund veränderter externer Rahmenbedingungen wie gestiegene Börsenkurse, wie Specking betont. Beim Strom herrschen dagegen umgekehrte Vorzeichen: Der Tarif wurde gesenkt – entgegen ursprünglicher Ankündigungen.

Rund 15 600 Abrechnungen hat der Energieversorger in der vergangenen Woche an die Haushalte verschickt. für die allermeisten von ihnen hat es wohl keine unangenehmen Überraschungen gegeben – dank gut bemessener Abschläge. 2018 lief aus Sicht der Stadtwerke auch eher unspektakulär: Der Gasverbrauch war laut Aussage von Tobias Specking leicht rückläufig, beim Strom gab es kaum Veränderungen. Aufgrund des sehr heißen Sommers war die Abgabe an Frischwasser allerdings überdurchschnittlich hoch. Viele Kunden hätten sich einen zusätzlichen Zähler für die Gartenbewässerung installieren lassen, berichtet Kretzschmar.

Fast schon ein alter Hut ist für die Stadtwerke-Vertreter die Übernahme des Stromnetzes von der Westnetz. Das Projekt sei fast abgeschlossen, berichten Kretzschmar und Specking. Weit weniger bekannt sei indes die Tatsache, dass die Stadtwerke seit dem Jahreswechsel auch Grundversorger für das Stadtgebiet geworden sind.

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