Gemeinde feiert fertiggestellten Umbau der Marienkirche
„Schön, wieder hier zu sein“

Borghorst -

„Einfach schön“ – so lassen sich zahlreiche Kommentare zum Wiedereinzug der katholischen Gemeinde St. Nikomedes in die Marienkirche am Sonntag zusammenfassen. „Das Projekt hatte seine Höhen und Tiefen“, sagte Kreisdechant Markus Dördelmann im Gespräch. Sogar der Abriss des Gotteshauses war in Erwägung gezogen worden. Doch nun steht es nach Umbau und Neugestaltung in neuem Glanz wieder zur Verfügung. Bereits im August 2018 bekamen Interessierte Gelegenheit, den neu errichteten Kindergarten, der nun mit der Kirche ein Gebäudeensemble bildet, zu besichtigen. Am Sonntag öffnete er zum Festtag des Wiedereinzuges in das Gotteshaus seine Türen.

Sonntag, 27.01.2019, 15:24 Uhr
Der liturgische Raum strahlt in schlichter Eleganz Würde, Klarheit und Ruhe aus.
Der liturgische Raum strahlt in schlichter Eleganz Würde, Klarheit und Ruhe aus. Foto: Rainer Nix

Kirchliche Gruppen und Schützenvereine erschienen mit Fahnenabordnungen im neu gestalteten Liturgieraum. „Es ist schön, wieder hier zu sein“, betonte Dördelmann . Das Interesse der Katholiken beider Stadtteile war riesengroß. „Der schlicht gehaltene Liturgieraum strahlt Würde, Klarheit und Ruhe aus“, so der Pfarrer. Bereits im Vorfeld sei das Versprechen gegeben worden, ihn „schön zu gestalten und die Gemeinde dazu einzuladen, sich hier zusammenzufinden“. „Haben Sie den Eindruck, dass ist gelungen?“, fragte Dördelmann, was die Gläubigen mit großem Applaus quittierten. „Schön ist auch, wenn jeder sich hier willkommen fühlt.“

Festgottesdienst Marienkirche

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  • Foto: Rainer Nix
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Am 23. Februar des Jahres 1952 wurde der Grundstein zur Kirche St. Marien gelegt, zwölf Monate später folgte die Einweihung. Am 27. Januar 2019 konnte nun nach einjährigen Abrissarbeiten, Umbau und Renovierung dort wieder ein Gottesdienst gefeiert werden. Das Hauptschiff war in den zurückliegenden Monaten kurz vor dem Chorraum abgerissen worden und ein neuer Giebel schließt das Gebäude ab. Der so entstandene liturgische Raum wird durch einen kleinen Saal ergänzt, Ambo, Taufbecken und Schwarze Madonna , kreiert von der Künstlerin Hilde Schürk-Frisch, finden sich in dem neu gestalteten Gotteshaus wieder.

„Das fulminante Geläut der Glocken heute Morgen hörte sich richtig freudig an“, sagte Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer in ihrem Grußwort. Sie bedauerte, dass andernorts in wachsendem Maße Kirchen abgerissen werden und verlieh ihrer Freude darüber Ausdruck, dass für die Marienkirche eine weitaus bessere Lösung gefunden wurde. „Man fühlt sich hier nicht einsam, sondern wunderbar geborgen“, so die Bürgermeisterin. Auch der Architekt, Diplomingenieur Hans-Jürgen Schulte, kam zu Wort. Er danke allen an den Gewerken beteiligten Handwerkern, die sehr gut zusammengearbeitet hätten.

Dördelmann wies auf ein paar wenige Abschlussarbeiten hin, die bald getan seien. „Die Platten auf den Zuwegen müssen noch gerüttelt werden, die Madonna wird noch ein wenig höher positioniert und die Außentür funktioniert elektrisch“, erläuterte der Seelsorger. Er zelebrierte die Messe gemeinsam mit Diakon Dieter Runde, Pater Paul und Diakon Alfred Brunstermann. Auf der Empore sang der Chor „Cantata“ unter anderem das hymnische „Amazing Grace“. Dördelmann vergaß nicht, auch den Küstern Elisabeth Bußmann und Peter Timmerhues dafür zu danken, dass sie die Kirche für den Gottesdienst vorbereitet hatten. Nachmittags stand ein Festkonzert mit dem Gitarrenduo „Ton in Ton“ an.

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