Wirtschaftsförderung im Hauptausschuss
Verbale Tritte vors Schienbein

Steinfurt -

Aufreger Nummer eins im Dialog zwischen Politik und Verwaltung ist im Augenblick die Wirtschaftsförderung. Offensichtlich ausgelöst durch die Berichterstattung in dieser Zeitung über Steinfurter Firmen, die teilweise oder ganz nach Wettringen abwandern, kracht es bei diesem Thema heftig zwischen Bürgermeisterin und den Christdemokraten. So auch gestern Abend im Hauptausschuss. . .

Mittwoch, 06.02.2019, 20:36 Uhr

Claudia Bögel-Hoyer wollte anhand einer Powerpoint-Präsentation darstellen, was die beiden Mitarbeiterinnen, die sich eine volle Stelle teilen, alles an Aufgaben teilen. Das reicht von A wie Akquise von neuen Unternehmen über B wie Bagno-Konzertgalerie bis U wie Unternehmerfrühstück und Z wie Zuschüsse generieren. Vergleichbare Städte in der Nachbarschaft, so die Bürgermeisterin, haben für diesen Wust an Betätigungsfeldern bis zu sechs Stellen, wie zum Beispiel Emsdetten.

CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Kerkhoff zeigte sich von dieser Auflistung wenig beeindruckt. „Das ist eine lose Aneinanderreihung von Aktivitäten“, kritisierte er. Was er vermisst: „Eine Strategie, die ist bei Ihnen nicht erkennbar.“ Das brachte die Verwaltungschefin hörbar auf die sprichwörtliche Palme. Sie erläuterte, dass es ihr in diesem thematisch gar nicht zuständigen Gremium nur darum gehe, „die aktuelle Situation darzustellen“. Die Strategie, die komme später. „Die werde ich ausführlich im Wirtschaftsförderungsausschuss im März vorstellen.“

CDU-Fraktionsmitglied Günther Gromotka vermisst klare Zuständigkeiten und fragte, wer denn in der Verwaltung welche Verantwortung trage.

Klaus Meiers (SPD) mahnte zur Gelassenheit. Die Wirtschaftsförderung solle erst einmal ihre Konzepte vorlegen. Dann könne man weitersehen. Sein Fraktionsvorsitzender Alfred Voges betonte, dass das Vorhalten von Gewerbeflächen nicht alles sei. Es gebe viele Firmen, die nur wenig Raum beanspruchten. Stefan Ludwigs von den Liberalen regte einen Workshop an, um sich ergebnisoffen eine Vorgehensweise zu überlegen. Zum Abschluss der hitzig geführten Diskussion appellierte Claudia Bögel-Hoyer an alle, doch so verbale Tritte vor das Schienbein zu unterlassen. „Die sind nicht dienlich.“

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