Graffiti-Aktion am Bahnhof Burgsteinfurt
Kunst statt Schmierereien

Burgsteinfurt -

Vorbilder an anderen Bahnhöfen wie in Köln-Ehrenfeld, Marl-Sinsen oder – noch ganz frisch – in Recklinghausen-Süd gibt es einige, jetzt soll auch der Burgsteinfurter Bahnhof dazukommen: Gemeinsam wollen Stadt und Bahn AG die Personenunterführung optisch aufwerten.

Dienstag, 12.02.2019, 15:28 Uhr
Kommt nach Auskunft der Bahn AG sehr gut an: Sprühkunst, wie auf dem Foto im Bahnhof Recklinghausen-Süd, soll auch die Unterführung am Bahnhof in Burgsteinfurt verschönern.
Kommt nach Auskunft der Bahn AG sehr gut an: Sprühkunst, wie auf dem Foto im Bahnhof Recklinghausen-Süd, soll auch die Unterführung am Bahnhof in Burgsteinfurt verschönern. Foto: Deutsche Bahn AG

Vorbilder an anderen Bahnhöfen wie in Köln-Ehrenfeld, Marl-Sinsen oder – noch ganz frisch – in Recklinghausen-Süd gibt es einige, jetzt soll auch der Burgsteinfurter Bahnhof dazukommen: Gemeinsam wollen Stadt und Bahn AG die Personenunterführung optisch aufwerten. Bereits im Sommer vergangenen Jahres hatten sich Bahn-Vertreter sowie Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer und der Technische Beigeordnete Hans Schröder darauf verständigt. Der Deal: Die Bahn AG unterzieht als Eigentümerin den heruntergekommenen Durchgang einer Komplettauffrischung, anschließend organisiert die Stadt eine Streetart-Graffiti-Aktion, mit der die bislang kahlen Betonwände an den Rampen optisch aufgewertet werden sollen.

Die Idee, die dahintersteckt: Die Wandgemälde sollen nicht nur das Aussehen verbessern, sondern auch die Identifikation der Pendler, Schüler und sonstigen Reisenden mit der Stadt erhöhen. „Wir haben bei anderen, ähnlich gelagerten Projekten die Erfahrung gemacht, dass die farbenfrohe Gestaltung mit lokalem Bezug sehr gut bei den Reisenden ankommt“, betonte ein Bahnsprecher auf Anfrage. Die Bahn unterstütze solche Projekte aber auch deshalb, weil die Erfahrung zeigt, dass die Flächen so vor Schmierereien geschützt sind. „Es gibt in der Graffiti-Szene einen Ehrenkodex, der dieses verbietet“, so der Bahnsprecher weiter. Dies könne aus den bisherigen Erfahrungen heraus bestätigt werden.

Im Gegensatz zu den Projekten in Köln oder Recklinghausen sollen in Burgsteinfurt indes keine professionellen Graffiti-Sprayer tätig werden. „Wir planen, die Aktion mit einheimischen Jugendlichen und jungen Leuten durchzuführen und sie auch darüber bestimmen zu lassen, welche Motive gemalt werden“, sagt Jan Steinmüller. Der städtische Mitarbeiter in der mobilen Jugendarbeit ist mit der Organisation des Graffiti-Projekts betraut. Es soll versucht werden, eine Förderung über das Programm „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu erreichen. Ein Antrag werde zurzeit ausgearbeitet, so Steinmüller. Vorgesehen ist, die Jugendlichen zunächst in einem fachkundig geleiteten Workshop auf die künstlerische Gestaltung vorzubereiten. „Wenn alles so läuft, wie wir uns das vorstellen, könnte die Aktion in den Sommerferien stattfinden“, so Steinmüller abschließend.

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