Grundschüler im Neuy-Museum
Eis und Schokolade ist auch was für Bauhaus-Künstler

borghorst -

Eis und Schokolade – mögen nicht nur Grundschulkinder gern. Heinrich Neuy hat solche süßen Sachen ebenfalls heiß geliebt. Und diese Details aus dem Leben des vor 16 Jahren verstorbenen Bauhaus-Künstlers sind es, die ihn für die Viertklässler der Altenberger Borndalschule an diesem Morgen wieder lebendig werden lassen. Seine Tochter Hedwig Seegers erzählt bei ihrer Führung durch das Museum am Kirchplatz, was sie noch so alles weiß aus dem Leben ihres berühmten Vaters. Von ihrem Lieblingsbild, dem Pferd, das so aussieht, als wolle es aus dem Rahmen springen. Von dem Blumenbuch, das ihr Vater während seiner Kriegsgefangenschaft für sie gemalt hat.

Mittwoch, 13.02.2019, 14:54 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 15:29 Uhr
Heinrich-Neuy-Tochter Hedwig Seegers erzählte den Kindern der Altenberger Borndalschule aus dem Leben ihres berühmten Vaters.
Heinrich-Neuy-Tochter Hedwig Seegers erzählte den Kindern der Altenberger Borndalschule aus dem Leben ihres berühmten Vaters. Foto: Axel Roll

Oder von seiner zweijährigen Zeit am Bauhaus , in der er ein Semester überspringen konnte. Susanne Opp-Scholzen von der Kulturwerkstatt Altenberge sagt, was in den Kindergesichtern zu lesen ist. „Wenn ein Zeitzeuge erzählen kann, ist das besonders interessant.“

Für die Jungen und Mädchen ist der Besuch im Heinrich-Neuy-Bauhausmuseum gewissermaßen die Krönung ihres dreitägigen Projektes, bei dem sie sich mit der Kunst von Kandinsky und Co. beschäftigt haben. „Wir sehen viereckig bunt“ und „Bewegung im Raum“ heißen die beiden Themen, zu denen die Kinder in der Kulturwerkstatt kreativ unter Leitung der Künstlerinnen Martina Lückener und Annette Hinricher gearbeitet haben.

Die Borndalschule ist Vorreiter und probiert das aus, was sich Susanne Opp-Scholzen für die Kulturwerkstatt und Claudia Seeger für das Borghorster Museum ausgedacht haben. Mit ihrem Projekt im Jahr des Bauhaus-Jubiläums wollen sie eines erreichen: „Den Nachwuchs begeistern.“ Für die Kunst im allgemeinen und das Bauhaus im besonderen, wie Claudia Seeger erläutert.

Die Ideen für dieses interkommunale Netzwerk wurde schon vor zwei Jahren geknüpft. Die Förderung des Landes machte es dann unter dem Dach des NRW-weiten Projektes „Bauhaus im Westen“ möglich. Obwohl, so ganz sorgenfrei sind die Macher trotz der Zuschüsse immer noch nicht. Susanne Opp-Scholzen: „Die Kosten für die Fahrten von der Schule zum Museum und wieder zurück machen uns Probleme.“

Das Interesse an diesem Angebot für Schulen ist schon groß. „Wir sind jetzt dabei, die Anfragen entsprechend zu kanalisieren“, erläuterte Susanne Opp-Scholzen. Sie nimmt auch weitere Anmeldungen unter Telefon 0 25 05/93 77 13 oder E-Mail info@kulturwerkstatt-altenberge.de entgegen.

Zum 100-jährigen Bauhaus-Geburtstag haben sich die Kooperationspartner noch ein weiteres Highlight einfallen lassen: Wer seinen (Kinder)Geburtstag, oder das Treffen mit Freunden und Verwandten kreativ gestalten möchte, kann im Bauhausmuseum einen Workshop buchen. 60 Euro kostet der Spaß, der in einem der hübschen Gesellschaftsräume des Cafés stattfinden wird. Pinsel, Farben und das weitere Equipment werden gestellt. Bislang ist der erste Freitag eines jeden Monats für das Angebot reserviert. „Wenn wir von der Nachfrage überrannt werden, können wir selbstverständlich auf weitere Tage ausweichen“, lacht Susanne Opp-Scholzen.

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