Laura Brzezinski verlässt Deutschland für ein Jahr, um in Mexiko zu helfen
Hasta luego, Alemania

Ein Jahr ins Ausland, das ist für die meisten Schüler schon lange kein Traum mehr. In den letzten Jahren hat es viele nach Amerika, Australien und in die ganze Welt gezogen. Einige wollen die Welt nur bereisen, andere ihren Fußabdruck hinterlassen und in Projekten helfen. Laura Brzezinski aus Steinfurt ist 17 Jahre alt und macht ihr Abitur gerade am Martinum-Gymnasium in Emsdetten. Danach geht es für sie nicht direkt an die Uni, sondern ebenfalls ins Ausland. Sie hilft ein Jahr mit bei einem sozialen Projekt in Mexiko. Die Jugendfrei-Redaktion hat sich mit ihr getroffen und mit ihr über die Reise gesprochen.

Donnerstag, 14.02.2019, 15:28 Uhr
Laura Brzezinski ist 17 Jahre und wird im August ihre Reise nach Mexiko antreten, wo sie mit der Organisation AFS Obdachlosen und Straßenkindern hilft.
Laura Brzezinski ist 17 Jahre und wird im August ihre Reise nach Mexiko antreten, wo sie mit der Organisation AFS Obdachlosen und Straßenkindern hilft. Foto: Laura Brzezinski

WN : Hallo Laura , du fliegst nach deinem Abitur nach Mexiko. Warum willst du gerade da hin?

Laura: Am allermeisten habe ich Interesse an der Sprache. Ich habe Spanisch in der Schule kennengelernt und mich direkt in die Sprache verliebt. Außerdem hatte ich schon immer ein großes Interesse an Mexiko. Besonders die Mentalität der Leute dort fasziniert mich und deswegen freue ich mich schon darauf, mit den Menschen dort zu arbeiten.

WN: Wie bist du auf das Projekt aufmerksam geworden?

Laura: Eine Bekannte meiner Mutter war vor einigen Jahren schon mit der Organisation „ AFS “ unterwegs und ich habe mich mit ihr darüber unterhalten. AFS ist in vielen Ländern auf der ganzen Welt aktiv und unterstützt in rund 50 Ländern die Menschen vor Ort. Fast alle Mitarbeiter sind Freiwillige und sie ist als ehrenamtliche Organisation auch auf Spenden angewiesen. Bei mir ist es ebenfalls so, dass die Organisation ungefähr drei Viertel übernimmt und ich das restliche Viertel mit Spenden sammeln muss. Das Geld kommt dann meinen Projekten, die ich in Mexiko betreue, zu Gute.

WN: Was sind das denn genau für Aufgaben und Projekte, die du in Mexiko betreust?

Laura: Ich engagiere mich in einem Projekt, dass sich für Straßenkinder und Obdachlose einsetzt. Genauer wurden mir meine Aufgaben noch nicht mitgeteilt, das passiert entweder dann vor Ort oder in meinem Vorbereitungsseminar. Im Juli müssen alle Teilnehmer an einem fünftägigen Seminar teilnehmen, bevor wir in die Länder fliegen. Um überhaupt bei AFS mitwirken zu dürfen, musste ich eine Bewerbung auf Englisch schreiben und wurde dann nach Limburg auf ein Findungswochenende eingeladen, wo die Organisatoren dann schauen, ob ich auch geeignet bin. Dazu gehörte auch ein Brief an meine zukünftige Gastfamilie zu schreiben. In Mexiko werde ich in einer Gastfamilie untergebracht, die ich allerdings noch nicht kennengelernt habe.

WN: Was erhoffst du dir von deiner Reise und deinem Projekt?

Laura: Natürlich wünsche ich mir, dass ich mit meinem Engagement einen bleibenden Eindruck hinterlassen kann, zumindest für ein paar der Menschen, denen mit dem Projekt geholfen wird. Für mich persönlich habe ich relativ viele Erwartungen. Zum einen möchte ich meine Sprachkenntnisse verbessern. Allerdings erhoffe ich mir ebenfalls, meinen Horizont zu erweitern. Ich möchte selbstständiger werden und eventuell auch einen anderen Blickwinkel auf das Leben bekommen. Da es in Mexiko doch mehr Armut gibt als hier, wird das bestimmt eine krasse Erfahrung, die mich aber sicherlich auch weiterentwickeln wird. Eventuell kann ich mit meinen Erfahrungen sogar noch andere dazu bewegen, auch an diesem oder einem ähnlichen Projekt teilzunehmen und zu helfen.

WN: Was sind deine Pläne nach dem Auslandsaufenthalt?

Laura: Ich möchte auf jeden Fall studieren gehen. Mein momentanes Wunschfach wäre BWL auf internationaler Ebene. Allerdings möchte ich damit nicht im Büro sitzen. Wenn es geht, möchte ich damit noch weiter die Welt bereisen. Ich habe nicht vor, weiter im sozialen Bereich zu arbeiten, allerdings weiß ich nicht, was die Erfahrung in Mexiko noch so mit mir macht. Es kann sein, dass sich meine Ziele in diesem Jahr komplett verändern. Ich lasse es jetzt erstmal auf mich zukommen und bin optimistisch, dass meine Zeit in Mexiko sowohl lehrreich wird als auch mich in meinem Leben weiter nach vorne bringt.

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Wer mehr über Lauras Projekt wissen möchte oder sie mit Spenden unterstützen will, der kann sich unter ihrer E-Mailadresse, brzezinskilaura@gmail.com mit ihr in Verbindung setzen.

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