Ohne Praktikanten könnten nicht so viele Angebote gemacht werden
Im OT-Heim werden Köpfe und Beine gebraucht

Borghorst -

Früher waren es vor allem ehrenamtliche Mitarbeiter, die die hauptamtlichen Kräfte unterstützten und den Betrieb im OT-Heim am Laufen gehalten haben. Das ist heute kaum noch möglich, die Schule nimmt immer mehr Zeit der in Frage kommenden Jugendlichen in Anspruch. Außerdem hat sich das Aufgabenspektrum des Jugendheims erweitert, etwa mit dem Offenen Ganztag. „Wir sind in unseren Angeboten breit aufgestellt und müssen deshalb auch zahlenmäßig breit aufgestellt sein“, sagt Tobias Jürgens, einer der drei hauptamtlichen Ansprechpartner. „Damit genug Beine und Köpfe da sind.“

Donnerstag, 14.02.2019, 16:30 Uhr
Simon Michler, Vivien Lüttecke, Anna Isfort, Florian Cösters, Tim Frenkert, Jonah Husmann und Anna Haverkamp (v.l.) bilden zurzeit das Freiwilligenteam im OT-Heim.
Simon Michler, Vivien Lüttecke, Anna Isfort, Florian Cösters, Tim Frenkert, Jonah Husmann und Anna Haverkamp (v.l.) bilden zurzeit das Freiwilligenteam im OT-Heim. Foto: Bernd Schäfer

Aktuell sind es acht Köpfe und 16 Beine, die als Jahrespraktikanten für die Fachoberschule (FOS) oder im Bundesfreiwilligendienst (BFD) das Team verstärken. Etwa bei der OGS-Betreuung der rund 50 Mariengrundschüler: „Wir geben das Mittagessen aus, helfen bei den Hausaufgaben, spielen Spiele, machen Sport und Kreativangebote“, erzählt Florian Cösters . Aber auch jenseits der OGS-Betreuung gibt es jede Menge Angebote wie den Teenie-Treff, verschiedene AG‘s oder die ganz normalen Öffnungszeiten als Jugendtreff.

Was wer von den Praktikanten macht, wird jede Woche neu verteilt. Dabei können durchaus auch ganz persönliche Fähigkeiten und Vorlieben einfließen. Tim Frenkert bietet etwa Kickbox-Training an, Anna Haverkamp zweimal wöchentlich eine Koch- und Back-AG. Regelmäßig gibt es auch „Außeneinsätze“, erklärt Anna Isfort: „Wir unterstützen die Lehrer an der Realschule am Buchenberg in den Pausen und in der Mensa.“

Neben der eigentlichen Arbeit haben die FOSler und BFDler freie Zeiten für die Vorbereitung ihrer Angebote und für Gespräche mitz ihren Anleitern. Schließlich sollen die Praktikanten neben den praktischen auch theoretische Erfahrungen und Kenntnisse sammeln. „Wir möchten die zukünftigen Sozialarbeiter ja auch prägen und den Nachwuchs fördern“, sagt Tobias Jürgens . „Deshalb investieren wir viel Zeit in Gespräche.“

Bereut hat die Entscheidung, ein Jahr im OT-Heim zu arbeiten, von den aktuellen Praktikanten keiner. Selbst Simon Michler nicht, der anschließend ganz was anderes machen möchte – eine Banklehre. „Das Jahr ist eine gute Erfahrung, man entwickelt sich im Umgang mit Menschen weiter.“

Für die, die einen Sozialberuf lernen oder studieren wollen, hat das Jahr noch weitere Vorteile: Es wird als Wartesemester angerechnet, außerdem werden BFDler an Hochschulen bevorzugt angenommen.

Bewerbungen für das nächste FOS-Praktikums- oder BFD-Jahr, das in der Regel am 1. August beginnt, können ab sofort im OT-Heim eingereicht werden. Insgesamt können zehn Stellen besetzt werden.

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