Landwirt Rainer Westers sucht Paten
Ein Acker für die Bienen

Borghorst -

Rainer Westers ist gespannt, wie seine Idee ankommt. „Hier in der Region ist das meines Wissens nach einzigartig“, sagt der Ostendorfer Landwirt. Er selbst bietet den Bienen schon seit sechs Jahren auf seinen Blühstreifen am Hof Futter für die Honigproduktion. In diesem Frühjahr will er eine Einflugschneise für die summenden Völker in großem Stil anbieten. Ein ganzer Acker könnte zur Bienenwiese werden. Wenn sich genügend Freunde der fleißigen Insekten finden und das Projekt mit einer Patenschaft unterstützen. . .

Donnerstag, 14.02.2019, 16:30 Uhr
Rainer und Dina Westers mit Tochter Marie und Mitarbeiter Steffen Waterkamp.
Rainer und Dina Westers mit Tochter Marie und Mitarbeiter Steffen Waterkamp. Foto: Axel Roll

Für 50 Euro wird Rainer Westers 100 Quadratmeter Wildblumenwiese einsäen. „Allerdings ist der Aufwand erst ab 5000 Quadratmetern zu rechtfertigen“, erläutert der Landwirt. Ab dieser Größe könne er für die Fläche seine Sämaschine einspannen.

Wenn sich genügend Paten finden, will Westers im April loslegen. Die Aktion soll erst einmal in einer Saison stattfinden. Im September würde der Acker dann für die Getreideaussaat im kommenden Jahr umbrochen. „Prinzipiell steht einer Verlängerung der Bienen-Aktion aber nichts im Wege“, betont der Initiator. Die Paten will er auf einer Tafel verewigen, die am Feldrand aufgestellt werden soll. Außerdem sollen sie ein Zertifikat erhalten, das sie als Bienenschützer ausweist. Ehefrau Dina kann sich auch gut vorstellen, am Ackerrand eine Bank zu platzieren, von der aus die Paten den Bienen beim Nektarsammeln zuschauen können.

Die ersten fünf Zusagen hat Rainer Westers bereits. „Das sind alles Freunde und nähere Bekannte“, erläutert er. Die Idee hat er aber auch schon vor den Mitgliedern des Naturschutzbunds vorgestellt, die die Initiative natürlich klasse fanden. Außerdem hat sich die erste Schule gemeldet, die sich eine Beteiligung gut vorstellen könnte.

Wie gesagt, Erfahrungen macht der Ostendorfer Landwirt, der seinen Lebensunterhalt mit Schweinezucht und Ackerbau verdient, mit dem Bienenschutz schon seit einigen Jahren. Er gehört zu den Initiatoren der Gemeinschaftsaktion von Naturschützern, Heimatfreunden, Jägern, Imkern und Landwirten, die an Ackerrändern Blühstreifen mit Wildblumen angelegt haben.

„Unsere Flächen am Hof wachsen super“, freut sich Westers. Der Untergrund sei dafür ideal. „Leichter Sandboden.“ Allerdings müssten die Insektenreservate regelmäßig gepflegt werden. Jährlich schaut ein Naturschutzexperte vorbei, um sich ein Bild von der Situation vor Ort zu machen.

Rainer Westers kann sich auch gut vorstellen, dass Imker, die ein Plätzchen für ihre hungrigen Völker suchen, an der Blumenwiese einen Stellplatz finden. Dann hätten es die suchenden Bienen nicht so weit, um sich in dem bunten Blumenmeer zu tummeln. . .

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