Beratungen im Planungsausschuss
Veränderungssperre fürs Weberquartier?

Borghorst -

Um die Entwicklung des Weberquartiers aktiv steuern zu können, schlägt die Verwaltung jetzt eine Veränderungssperre für das Areal vor. Der Planungsausschuss wird in seiner Sitzung am Dienstag darüber beraten.

Freitag, 15.02.2019, 18:24 Uhr

Wie aus der Beschlussvorlage hervorgeht, soll durch die Sperre erreicht werden, dass auf dem Gelände sowohl Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen wie Rehaklinik und Tagespflege als auch Wohnen realisiert werden. „Es soll sich dort zukünftig nicht nur eine Nutzung wiederfinden“, heißt es wörtlich in der Sachdarstellung der Verwaltung.

Weiterhin soll gewährleistet sein, dass die Rubensstraße verlängert wird, um damit das Gebiet verkehrlich zu erschließen. Dazu soll die Straße mit einem „Südschwung“ bis zur Mauritiusstraße durchgebaut werden. Im Einmündungsbereich soll als Verbindung ein Kreisverkehr angelegt werden.

Die Veränderungssperre ist nach Darstellung der Verwaltung notwendig, weil in Teilbereichen bereits heute eine Baugenehmigung möglich wäre. Folgt die Politik der Argumentation des Baudezernates, „dürfen nur Gebäude errichtet werden, die dem Klinikbereich als Ergänzung der dortigen Nutzung (zum Beispiel Reha-Klinik, Kurzzeitpflege etc.) dem Senioren- beziehungsweise dem betreuten Wohnen und dem allgemeinen Wohnen dienen“, wie es in Paragraf drei des Satzungsentwurfs heißt.

Das 25 000 Quadratmeter große Gelände, auf dem einstmals die Websäle I und II der Textilfabrik Arnold Kock standen, soll von der Nordhorner List-Gruppe entwickelt werden. Das Unternehmen schlug eine Kaufoption bis zum 31. Januar allerdings aus und verhandelte eine Verlängerung der Frist um weitere drei Monate bis zum 30 April. Bürgermeisterin Claudia Bögel-Hoyer hatte noch in dieser Woche betont, dass sie auf List setze. Die Firma stehe für qualitativ hochwertige Projektentwicklungen. Einen Kauf des Areals durch die Stadt lehnt die Bürgermeisterin ab.

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